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Putin kritisiert EU-Verfahren gegen Gazprom

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Soll die die Konkurrenz auf den Gasmärkten in Mittel- und Osteuropa mit unfairen Methoden behindert haben: Gazprom. Foto: Patrick Seeger Foto: dpa

Wladiwostok (dpa) - Kremlchef Wladimir Putin hat das EU-Kartellverfahren gegen den russischen Staatskonzern Gazprom als «nicht konstruktiv» kritisiert. Er warf der EU vor, mit der juristischen Verfolgung des Moskauer Energiegiganten die momentanen Probleme in der Eurozone verdecken zu wollen.


«Europa will politischen Einfluss zurückgewinnen, und wir müssen dafür zahlen», sagte Putin am Sonntag vor Journalisten in der ostrussischen Stadt Wladiwostok nach einem Treffen des Asien-Pazifik-Forums Apec.

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Mit der Aufnahme osteuropäischer Staaten habe die EU sich verpflichtet, die neuen Mitglieder zu finanzieren. «Nun hat offenbar irgendwer in der EU-Kommission entschieden, dass ein Teil der Unterstützung wieder hereingeholt werden muss», meinte der russische Präsident.

Einen «Handelskrieg» zwischen Russland und der Europäischen Union schloss Putin allerdings aus. Die EU-Kommission wirft Gazprom vor, die Konkurrenz auszuschalten und die Gaspreise hochzutreiben. Der Monopolist gilt als wichtige außenpolitische Waffe des Kreml.

Apec-Gipfel