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Nigeria-Probleme verhageln Shell das Quartalsergebnis

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ADas Shell-Logo auf einer Zapfpistole in London, Großbritannien. Foto: Kerim Okten Foto: dpa

London (dpa) - Der Ölkonzern Shell hat im zweiten Quartal deutlich weniger verdient als erwartet. Ausschlaggebend waren Probleme wegen Produktionsunterbrechungen in Nigeria. Zudem belasteten auch negative Wechselkurseffekte in Australien das Ergebnis.


Der bereinigte Gewinn auf vergleichbarer Kostenbasis (CCS) sank um ein Fünftel auf 4,6 Milliarden US-Dollar, wie der Konzern am in London mitteilte. Der Konzernumsatz sank im zweiten Quartal von 117,1 Milliarden im Vorjahresquartal auf 112,67 Milliarden Dollar (84,91 Mrd Euro).

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Konzernchef Peter Voser sprach von einer eindeutig enttäuschenden Entwicklung. Öldiebstahl und Pipeline-Sabotage verursachten in Nigeria hohe Schäden. Shell könne die Probleme in dem afrikanischen Land nicht alleine lösen. Neben dem Bau von neuen und sichereren Pipelines erwäge Shell auch die Abgabe von Geschäften in bestimmten Regionen des Landes.

Laut dem Auswärtigen Amt besteht in den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern eine erhöhte Gefahr terroristischer Gewaltakte, gezielter Entführungen und krimineller Übergriffe.

Voser will im kommenden Jahr laut früheren Angaben sein Amt niederlegen. Sein Nachfolger soll der Raffineriechef Ben van Beurden werden.

Mitteilung Shell