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K+S-Aktien auf dramatischer Talfahrt

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K+S AG
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Rohsalz-Großbunker des Kaliwerks Werra: Nach dem dramatischen Absturz in dieser Woche sind Aktien des Düngemittelherstellers K+S weiter im Fokus. Foto: Uwe Zucchi/Archiv Foto: dpa

Kassel (dpa) - Nach dramatischem Kursabsturz droht dem Düngemittelhersteller K+S der Rauswurf aus der ersten Börsenliga. Sorgen der Anleger vor sinkenden Kali-Preisen hatten den tiefen Fall der K+S-Papiere ausgelöst. Die Aktie verlor in der zu Ende gehenden Woche rund 30 Prozent an Wert.


Am Freitag starteten die Papiere unter 18,40 Euro. Das entsprach einem Minus von mehr als zwei Prozent. Tags zuvor waren sie zwischenzeitlich sogar bis auf unter 17,00 Euro gefallen. Bis zum Freitag senkten mehrere Analysten ihre Kursziele.

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Anstoß war eine Meldung aus Russland: Der Kali-Gigant Uralkali hatte einen Verfall der Preise von derzeit rund 400 auf 300 Dollar pro Tonne vorausgesagt. Zudem will der K+S-Konkurrent seine Produkte künftig über eine eigene Organisation vermarkten. Branchenkennern zufolge dürfte damit der Druck auf die Preise weiter steigen.

Am Freitag wurde im Handel spekuliert, dass damit gezielt die K+S-Aktie unter Druck gesetzt werden sollte, um eine billige Übernahme zu erreichen. Ein Börsianer bezeichnete dies allerdings als «sehr weit hergeholt». Uralkali ist einer der größten Kaliförderer weltweit mit einem Marktanteil von rund einem Fünftel der Produktion. K+S ist nach eigenen Angaben die Nummer fünf und kommt auf einen Marktanteil von etwa zehn Prozent.

Zusätzlich könnte sich belastend auf den Markt auswirken, dass Indiens größter Kali-Importeur Indian Potash einem Branchenbericht zufolge nach der jüngsten Entwicklung bereits versuche, Preise nachzuverhandeln. K+S wollte sich zu den Spekulationen nicht äußern.

Zudem droht dem Düngemittelhersteller einem Bericht der «Welt» (Freitag) zufolge nach dem Preisverfall der Aktien nach fünf Jahren sogar der Abstieg aus dem Dax. «Wenn sich der K+S-Kurs bis Ende August nicht erholt, läuft das Unternehmen nach heutigem Stand Gefahr, den Dax im September verlassen zu müssen», zitiert das Blatt die Indexspezialistin Silke Schlünsen von der Frankfurter Close Brothers Seydler Bank. Laut der Zeitung könnte sich der Handelskonzern Metro Hoffnung auf eine Rückkehr in den Dax machen. Nächster Überprüfungstermin des Arbeitskreises Aktienindex sei Anfang September.

Mitteilung Quartalszahlen K+S

Konzern-Jahresfinanzbericht K+S 2012

Konzern-Jahresfinanzbericht K+S 2011

K+S in Zahlen