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Kleiner Dax-Gewinn nach US-Wirtschaftsdaten

Frankfurt (dpa) - Positive Wirtschaftsdaten aus den USA haben dem deutschen Aktienmarkt am Dienstag leichten Auftrieb verliehen. Kurz vor Handelsschluss bröckelten die Kurse jedoch ab, so dass der Dax nur ein kleines Plus von 0,16 Prozent auf 7.425,11 Punkte retten konnte.


Der MDax stieg um 0,55 Prozent auf 11.165,47 Punkte und der TecDax schloss fast unverändert mit minus 0,01 Prozent bei 816,04 Punkten. "Vor allem ein wieder erstarkendes Verbauchervertrauen in den USA sorgte am späten Nachmittag für Rückenwind", kommentierte Marktanalyst Gregor Kuhn von IG den Dax-Verlauf. Zuvor hatten sich Marktteilnehmer insbesondere enttäuscht über den Verlauf einer Auktion kurz laufender spanischer Staatsanleihen gezeigt. Zudem drückten Warnungen der beiden Autobauer Daimler und Volkswagen vor einer sich eintrübenden Autokonjunktur sowie Aussagen vom Halbleiterhersteller Infineon etwas auf die Stimmung.

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INFINEON-AKTIEN BRECHEN EIN

Die Aktien von Infineon brachen am Nachmittag nach Aussagen zum aktuellen und künftigen Geschäftsverlauf des Münchener Halbleiterkonzerns um 6,14 Prozent ein. Damit waren sie Schlusslicht im Dax. "Infineon hat eindeutig eine Gewinnwarnung ausgegeben", sagte ein Händler. Erste Analysten senkten im Anschluss ihr Kursziel. Der Industrie- und Autozulieferer rechnet insbesondere für den Start ins neue Geschäftsjahr mit einem deutlichen Umsatzrückgang und sinkender Gewinnmarge.

Negative Nachrichten von Daimler und Volkswagen sorgten im gesamten europäischen Automobilsektor für Abgaben. So drohen in Daimlers Stammwerk in Sindelfingen Produktionskürzungen. Am Donnerstag bereits hatte Konzern-Chef Dieter Zetsche eingeräumt, die Pkw-Sparte werde den angepeilten Rekordgewinn aus 2011 dieses Jahr nicht mehr erreichen und daraufhin ein Sparpaket angekündigt. In Wolfsburg bei einer Betriebsversammlung von VW sprach Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch von einem zweiten Halbjahr, das schwieriger sein werde als das erste. Die Vorzüge von VW verloren daraufhin 1,71 Prozent und die Daimler-Aktien büßten 1,60 Prozent ein. Die Papiere von BMW gaben um 1,39 Prozent nach.

AKTIEN IN PARIS UND LONDON STEIGEN EBENFALLS

Die Aktien des Autozulieferers und Dax-Neulings Conti standen wegen einer Platzierung durch Großaktionär Schaeffler im Mittelpunkt von Anlegern. Sie büßten 4,01 Prozent ein. Schaeffler verkaufte zu 77,50 Euro je Anteilsschein rund zehn Prozent seines Aktienpakets an institutionelle Investoren.

Im MDax stachen nach überraschend vorgelegten Eckzahlen zum ersten Geschäftshalbjahr unter anderem die Südzucker-Aktien mit einem Plus von 3,40 Prozent hervor. Europas größter Zuckerkonzern hob zudem die Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr an.

Der EuroStoxx 50 gewann 0,41 Prozent auf 2568,48 Punkte. Auch für den französischen Leitindex Cac 40 in Paris und den FTSE 100 in London ging es aufwärts. In New York legte der Leitindex Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa um 0,20 Prozent zu.

Am deutschen Rentenmarkt sank die Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,20 (Vortag 1,24) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,34 Prozent auf 134,29 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,17 Prozent auf 140,13 Punkte. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2932 (Montag: 1,2916) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7733 (0,7742) Euro.