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Karriere-Netzwerk LinkedIn enttäuscht Anleger

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Erst brach die Twitter-Aktie ein, jetzt gerät auch der Kurs des Kariere-Netzwerks LinkedIn unter Druck. Foto: Jens Buettner Foto: dpa

Mountain View (dpa) - Der amerikanische Xing-Konkurrent LinkedIn setzt auf eine Übernahme, um sein abschwächendes Umsatzwachstum anzukurbeln.


Das Karriere-Netzwerk kauft für 120 Millionen Dollar die Firma Bright Media, die Unternehmen und Jobkandidaten zusammenbringt. LinkedIn wuchs im vergangenen Quartal wieder deutlich, aber das Wachstum schwächt sich ab.

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Aus Enttäuschung über die Umsatzprognose für das laufende Quartal ließen die Anleger die Aktie am Freitag vorbörslich um über sieben Prozent fallen.

Das Karriere-Netzwerk zählte zuletzt weltweit rund 277 Millionen Mitglieder. Das waren 18 Millionen mehr als drei Monate zuvor. LinkedIn konnte damit stärker zulegen als das Online-Netzwerk Twitter, aber kam nicht an das Mitgliederwachstum bei Facebook heran.

LinkedIn ist anders als Facebook auf Geschäftskontakte ausgerichtet. Sein Geld verdient das Unternehmen unter anderem mit Gebühren für Premium-Mitgliedschaften und der Personalsuche für Firmen.

Im Schlussquartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47 Prozent auf 447 Millionen Dollar (329 Mio Euro), wie LinkedIn nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Der Gewinn fiel angesichts gestiegener Kosten um rund zwei Drittel auf knapp 4 Millionen Dollar.

Das Geschäft außerhalb der USA brachte zuletzt 39 Prozent der Gesamtumsätze ein. Hier stieg der Quartalsumsatz im Jahresvergleich um gut 50 Prozent auf 176 Millionen Dollar. Der Vormarsch von Smartphones und Tablets macht sich auch bei LinkedIn bemerkbar: 41 Prozent der Nutzer greifen von mobilen Geräten auf den Dienst zu.

Enttäuschend für die Anleger war jedoch der Ausblick. LinkedIn rechnet für das laufende Quartal mit 455 bis 460 Millionen Dollar Umsatz, am Markt war mehr erwartet worden. Die Aktie sank vorbörslich um 7,3 Prozent. Seit dem Börsengang 2011 hat sich der Kurs aber bereits vervierfacht. LinkedIn-Chef Jeff Weiner will jetzt unter anderem stärker den Riesenmarkt China ins Visier nehmen und mehr verschiedene Beschäftigten-Gruppen ansprechen.