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Irische Sparpolitik zeigt Wirkung: Zinssatz für Anleihen auf Rekordtief

Dublin/Frankfurt (dpa) - Die harte Spar- und Reformpolitik Irlands zeigt an den Kapitalmärkten immer stärker Wirkung: Am Mittwoch ist der Zinssatz für irische Staatsanleihen im richtungsweisenden Laufzeitbereich von zehn Jahren erstmals seit Mitte 2010 wieder unter die Marke von 5,0 Prozent gerutscht.

Irische Euro-Münze
ILLUSTRATION - Eine irische Ein-Euro-Münze liegt am Mittwoch (17.11.2010) in Kempten (Allgäu) auf einer Landkarte von Irland (Illustration zur Eurokrise in Irland). Foto: Karl-Josef Hildenbrand dpa/lby +++(c) dpa - Bildfunk+++ Foto: dpa

Damals stand das Land noch nicht unter dem Euro-Rettungsschirm. Am freien Markt steht der Zinssatz für irische Papiere damit deutlich niedriger als die Rendite für Papiere aus Spanien mit gleicher Laufzeit, die derzeit mit einer Rendite von 5,77 Prozent gehandelt werden. Spanien ist bisher noch nicht komplett unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft.

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Irland hatte im November 2010 nach massiven Finanzproblemen im Bankensystem internationale Finanzhilfe beantragt. Zum Höhepunkt der Schuldenkrise stiegen die Renditen der zehnjährigen irische Anleihen im Sommer 2011 zeitweise auf über 14 Prozent. Zuletzt hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) Irland ein insgesamt gutes Reform- und Sparzeugnis ausgestellt.

In den vergangenen Wochen hatte das Euroland zudem mehrfach Geldmarktpapiere erfolgreich am Markt versteigert. Die Auktionen von Papieren mit kurzer Laufzeit werden als Testlauf für die Akzeptanz der neuen irischen Anleihen an den Finanzmärkten gewertet. Bis 2013 strebt Irland die vollständige Rückkehr an die Kapitalmärkte an.

* * * * Die folgenden Informationen sind nicht zur Veröffentlichung bestimmt

## dpa-Kontakte - Autor: Jürgen Krämer, dpa-AFX - Redaktion: Thomas Kaufner, +49 30 285232242, <wirtschaft@dpa.com>