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Institut wirbt für Geduld mit Griechenland

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Griechenland
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Die griechische Fahne neben einer Statue der Göttin Pallas Athene. Foto: Alkis Konstantinidis Foto: dpa

Berlin/Nikosia (dpa) - In der Debatte um Milliardenhilfen für das pleitebedrohte Griechenland wirbt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) für mehr Geduld mit Athen. Die Aufgabe, vor der Griechenland stehe, brauche ein Jahrzehnt.


»Das hat man bei der Transformation osteuropäischer Länder gesehen. Im Grunde geht es hier um einen ähnlichen Entwicklungsprozess«, sagte der Chef des arbeitgebernahen Instituts, Michael Hüther, der »Wirtschaftswoche«.

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Die Sparziele für Griechenland seien riesig, sagte Hüther. Auf Deutschland umgerechnet, entsprächen die verlangten Einsparungen 180 Milliarden Euro. Allerdings brachte Hüther im Gegenzug zu zeitlichen Zugeständnissen eine intensivere Aufsicht Athens ins Gespräch. Dabei würden EU-Beamte permanent in Athen die Regierung überwachen und für die Durchsetzung von Sparbeschlüssen sorgen.

Griechenland hängt seit mehr als zwei Jahren am internationalen Finanztropf und hat schon zwei Hilfsprogramme zugesagt bekommen. Die im Gegenzug verlangten Einsparungen würgen die griechische Wirtschaft ab und sorgen im Land für wachsenden Widerstand. Das jüngste Sparpaket ist auch innerhalb der Regierungskoalition umstritten.

Wegen des innenpolitischen Gerangels um das neue Athener Sparpaket werden die Griechen noch mehr als einen Monat auf neue Hilfskredite warten müssen, wie Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker am Freitag in Nikosia sagte. Zudem denken die Europartner und der Internationale Währungsfonds (IWF) inzwischen über eine Streckung der Sparziele nach. Damit würden sie dem Wunsch von Ministerpräsident Antonis Samaras entgegenkommen.