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Institut: Ost-Arbeitsmarkt trotz Fortschritten nicht am Ziel

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Bilanz zum Ost-Arbeitsmarkt 25 Jahre nach Mauerfall
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Agentur für Arbeit in Rostock: Knapp 25 Jahre nach dem Mauerfall ziehen Ökonomen eine Bilanz zur wirtschaftlichen Entwicklung im Osten. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv Foto: dpa

Berlin (dpa) - Auch 25 Jahre nach dem Mauerfall steht der Arbeitsmarkt in Ostdeutschland aus Expertensicht vor großen Herausforderungen.


Unternehmen müssten sich stärker international öffnen, Regierungen wettbewerbsfähige Branchen und Standorte gezielter fördern, sagte der Direktor des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Joachim Möller.

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Er sprach zugleich von großen Fortschritten. Seit 2005 habe sich die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland halbiert - von 18,7 Prozent auf 9,4 Prozent im August 2014. Westdeutschland lag bei 6 Prozent. Wie zur DDR-Zeit seien mehr Frauen erwerbstätig als im Westen.

Viele Ostdeutsche fanden aber keine Vollzeitstelle oder eine tarifliche Beschäftigung, wie der Jenaer Soziologe Klaus Dörre hervorhob. Die Zahl der bezahlten Arbeitsstunden gehe zurück, obwohl es mehr Beschäftigte gebe.

Nach einer Analyse der Uni Duisburg-Essen sanken seit 1995 bei Geringverdienern in Deutschland die Reallöhne. Gründe lägen in der geringeren Tarifbindung und wachsender internationaler Konkurrenz. Bis 2012 gab es demnach für westdeutsche Geringverdiener ein Reallohnminus von 20 Prozent, in Ostdeutschland von 6,3 Prozent. Das berichtet die «Berliner Zeitung» (Montag) unter Verweis auf das Institut Arbeit und Qualifikation der Uni.

Insgesamt läge der Reallohn im Osten heute bei 85 Prozent des West-Niveaus, sagte Gert Wagner, Vorstandsmitglied des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Er hob die enorme Anpassungsleistung der Beschäftigten im Osten nach der Wende hervor. Gleiche Lebensverhältnisse in Ost und West seien aber von Anfang an nicht zu erwarten gewesen. «Man fände auch innerhalb Westdeutschlands ähnliche Unterschiede.»

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