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Infineon erwartet Gewinneinbruch und plant Sparprogramm

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Infineon beschäftigt in Deutschland rund 8300 Mitarbeiter, die meisten davon in Dresden, Regensburg und München. Weltweit hat der Konzern rund 26 000 Beschäftigte. Foto: Tobias Hase Foto: dpa

München (dpa) - Der Chipkonzern Infineon rechnet in den kommenden Monaten mit einem Gewinneinbruch und will sein Sparprogramm verschärfen. Der Aktienkurs brach nach der Gewinnwarnung am Dienstag ein.


Der Industrie- und Autozulieferer teilte in Neubiberg bei München mit, die Geschäftszahlen für das soeben zu Ende gehende Schlussquartal des Geschäftsjahres 2011/12 lägen am unteren Ende der Prognose. Das Unternehmen rechne mit etwas weniger Umsatz als im Vorquartal und einer Gewinnmarge von rund 12 Prozent. Für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahrs aber sagte Infineon einen Umsatzrückgang von bis zu zehn Prozent und eine Marge von nur noch fünf bis sieben Prozent voraus.

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Deshalb werde »der Vorstand Maßnahmen definieren, um über das erste Quartal des Geschäftsjahres hinaus die Profitabilität zu verbessern«, kündigte Infineon an. Nähere Informationen werde es bei der Vorlage der Bilanzzahlen am 14. November geben. Im Juli hatte der Konzern bereits einen Einstellungsstopp verhängt und angekündigt, die Investitionen im neuen Geschäftsjahr zu halbieren. Infineon beschäftigt in Deutschland rund 8300 Mitarbeiter, die meisten davon in Dresden, Regensburg und München. Weltweit hat der Konzern rund 26 000 Beschäftigte.

Die Börse schickte Infineon nach der Gewinnwarnung auf Talfahrt, der Aktienkurs brach um über sieben Prozent ein. »Der erwartete schwache Start in das neue Geschäftsjahr 2013 lässt die Investoren hellhörig werden«, sagte Händler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade. Nicht alle Infineon-Aktionäre wollten den längeren Atem aufbringen.