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Ifo-Institut rechnet mit Wirtschaftsbelebung

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Für 2014 erwarten die Forscher in Deutschland ein deutliches Plus bei der Wirtschaftsleistung von 1,9 Prozent. Foto: Jochen Lübke Foto: dpa

München (dpa) - Die deutsche Wirtschaft kommt wieder in Gang und wird wohl weiter die Konjunkturlokomotive Europas bleiben.


Das Ifo-Institut rechnet in den kommenden Monaten mit einer deutlichen Belebung. «In den Frühjahrsmonaten hat die deutsche Konjunktur sehr deutlich Fahrt aufgenommen», sagte Ifo-Konjunktur-Chef Kai Carstensen am Mittwoch in München.

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Angesichts des eher schwachen Jahresstarts korrigierte das Institut seine Wachstumsprognose für 2013 dennoch leicht von 0,7 auf 0,6 Prozent nach unten. Für 2014 erwarten die Forscher dann ein Wachstum von 1,9 Prozent.

Bedingung sei aber, dass sich die Eurokrise nicht wieder zuspitze. Im Ende April vorgelegten Frühjahrsgutachten rechnen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute zusammen noch mit einem Plus von 0,7 Prozent - und sind damit zuversichtlicher als die Bundesregierung, die für das laufende Jahr von einem Zuwachs von 0,5 Prozent ausgeht.

Das Ifo-Institut geht davon aus, dass die Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft weiter günstig sind. Im ersten Quartal hatte vor allem der private Konsum die Entwicklung gestützt und ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung verhindert.

Und die ohnehin gute Laune der deutschen Verbraucher dürfte sogar noch besser werden, denn die guten Tarifabschlüsse haben die Kauflaune auf den höchsten Stand seit fast sechs Jahren steigen lassen, erklärte das Marktforschungsunternehmen GfK.

Doch inzwischen ist auch die Industrie wieder im Aufwind. Vor allem der Export bringt die Wirtschaft wieder auf Trab, getrieben von der wachsenden Nachfrage aus Asien und den USA.

Die Flutkatastrophe in Süd- und Ostdeutschland dürfte die Konjunktur kaum bremsen, die Folgen seien regional eng begrenzt und größere Unternehmen seien vom Hochwasser kaum betroffen.

Deutschland bleibe damit die Lokomotive auch für die europäische Konjunktur. Der Euroraum werde in diesem Jahr zwar in der Rezession bleiben und um 0,6 Prozent schrumpfen, im kommenden Jahr dürfte es aber um 0,7 Prozent nach oben gehen - dank Deutschland.

Ohne die Bundesrepublik werde die Wirtschaft der Eurozone 2014 nur um 0,2 Prozent wachsen. «Das ist noch keine Erholung, aber es ist auch keine Rezession mehr», sagte Carstensen. Größtes Sorgenkind aus Sicht der Wirtschaftsforscher ist Frankreich.

Zwar werde das Nachbarland in diesem Jahr aus der Rezession kommen. «Der bevorstehende konjunkturelle Aufschwung dürfte jedoch recht mühsam vonstatten gehen.» Auch nach Italien und Spanien blicken die Forscher mit einiger Sorge. Alle Vorhersagen stehen ohnehin unter dem Vorbehalt, dass die Reformen in den Krisenländern weitergehen.

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