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Ifo-Chef Sinn warnt vor langem Siechtum in Europa

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Hans-Werner Sinn
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Der ifo-Chef, Hans-Werner Sinn, sorgt sich um die wirtschaftliche Lage in den südlichen Euroländern. Foto: Peter Kneffel Foto: dpa

München (dpa) - Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, befürchtet ein jahrelanges Siechtum der Wirtschaft in Europa.


Die Lage in den südlichen Euroländern lasse keinen leichten Ausweg erkennen, sagte Sinn am Dienstagabend im Club Wirtschaftspresse München. »Die Krise ist eindeutig noch nicht vorbei.«

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In Italien beobachtete das Ifo-Institut in den vergangenen Monaten eine Kapitalflucht wie zuletzt vor dem EZB-Anleiheversprechen vor zwei Jahren. 67 Milliarden Euro Kapital seien im August und September abgezogen worden, indem Gläubiger Kredite nicht verlängert hätten.

»Das ist ein alarmierendes Signal und zeigt, dass die Kapitalmärkte wieder in Aufregung sind«, sagte Sinn. Im Jahr 2012 hatte die Europäische Zentralbank den unbegrenzten Kauf von Staatsanleihen angekündigt und damit die Krise entschärft.

Es bleibe zu hoffen, dass sich die aktuelle Situation in Italien wieder beruhige, sagte Sinn. Der Ökonom sprach sich erneut für ein beherztes Vorgehen mit einem offenen Schuldenschnitt in den Krisenländern aus. »Meine Meinung ist, wir kommen mit dem Klein-Klein nicht weiter in der Eurozone.«