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Hundt: Feste Quote erhöht Chancengleichheit für Frauen nicht

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Barbara Kux
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Siemens-Einkaufschefin Barbara Kux Barbara Kux war die zweite Frau in einem Dax-Vorstand und die erste in der obersten Siemens-Führung überhaupt. Foto: Peter Kneffel/Archiv Foto: dpa

Berlin (dpa) - Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hält wenig von einer festen Frauenquote für die Führungsetagen der Wirtschaft.


«Es ist im ureigenen Interesse der Unternehmen, das Potenzial von Frauen auf allen betrieblichen Ebenen zu nutzen. Eine per Gesetz aufgezwungene Quote für Führungskräfte setzt aber am falschen Ende an», sagte Hundt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

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Chancengleichheit setze voraus, Frauen vom Anfang ihrer beruflichen Laufbahn an zu unterstützen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. «Die Wirtschaft leistet ihren Beitrag mit flexiblen, familienfreundlichen Arbeitszeiten und Initiativen, um mehr Frauen für naturwissenschaftlich-technische Berufe zu begeistern.»

Der Staat müsse bisherige Versäumnisse aufholen und den Ausbau der Kinderbetreuung verstärkt vorantreiben. Zu Ankündigungen von SPD und Grünen, gegen das Betreuungsgeld vor dem Bundesverfassungsgericht zu klagen, sagte Hundt: «Grundsätzlich kritisiere ich, dass Politik mehr und mehr in Karlsruhe entschieden wird.» In der Sache halte er das Betreuungsgeld aus bildungs-, arbeitsmarkt- und haushaltspolitischen Gründen nach wie vor für falsch.