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Griechenland: Öffentlicher Dienst im Streik gegen Sparvorschläge

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Griechenland
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Neben den Einsparungen fordert die Troika von Griechenland als Gegenleistung für weitere Hilfszahlungen einen späteren Renteneintritt, Gehalts- und Rentenkürzungen sowie die Sechs-Tage-Woche. Foto: Orestis Panagiotou Foto: dpa

Athen (dpa) - Viele Griechen im Öffentlichen Dienst haben am Montag aus Protest gegen die neuen Sparvorschläge der Regierung die Arbeit niedergelegt. Über 22 000 Ärzte in Krankenhäusern begannen einen unbefristeten Streik, um gegen unbezahlte Überstunden zu protestieren. Nur Notfälle wollen die Mediziner behandeln.


Universitätsprofessoren und Richter wollen bis Monatsende in den Ausstand gehen, um sich gegen weitere Gehaltskürzungen zur Wehr zu setzen. Die Regierung will in den kommenden zehn Tagen weitere Einsparungen in Höhe von 11,5 Milliarden Euro beschließen, um Griechenlands internationale Geldgeber zufriedenzustellen.

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Griechenlands Gewerkschaften haben für den 26. September einen landesweiten Streik gegen die Reformwünsche der sogenannten Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) angekündigt. Neben den Einsparungen fordert die Troika von Griechenland als Gegenleistung für weitere Hilfszahlungen einen späteren Renteneintritt, Gehalts- und Rentenkürzungen sowie die Sechs-Tage-Woche. Zudem sollen etwa 15 000 Stellen im Öffentlichen Dienst wegfallen. Ende September oder Anfang Oktober will sich die Troika zu Griechenlands Reformfortschritten äußern.