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Faule Kredite in Spanien erreichen fast Rekordstand

Madrid (dpa) - Die faulen Kredite in den Büchern der spanischen Geldhäuser nähern sich dem historischen Rekordstand.

Bankenkrise in Spanien
Zentrale der spanischen Bank Bankia in Madrid. Foto: Kiko Huesca Foto: dpa

Wie die Notenbank in Madrid am Mittwoch mitteilte, stieg der Anteil der toxischen Kredite im Mai auf 8,95 Prozent der gesamten Kredite, nur geringfügig unter dem im Februar 1994 verzeichneten Höchststand von 9,15 Prozent. Das entspricht einer Summe von 155,8 Milliarden Euro.

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Die Zunahme der faulen Kredite in den Büchern der spanischen Banken und Sparkassen geht unter anderem auf die anhaltende Wirtschaftskrise, die rückläufigen Geschäftsaktivitäten der Unternehmen und auf die steigende Arbeitslosigkeit zurück. Vor allem ist sie jedoch Folge der geplatzten Immobilienblase. Experten gehen davon aus, dass das Volumen der faulen Kredite bis zum Abschluss des Sanierungsprozesses der spanischen Banken weiter zunehmen wird.

Die EU hat Spanien für seine notleidenden Banken Kredite im Umfang von bis zu 100 Milliarden Euro zugesagt. Der genaue Betrag, den die spanische Regierung für die kriselnden Banken in Anspruch nehmen will, steht noch nicht fest. Eine erste Tranche von 30 Milliarden Euro soll jedoch bis Monatsende überwiesen werden.

Die Hilfe ist an strenge Konditionen gebunden. Außerdem soll die Europäische Zentralbank statt der spanischen Notenbank bei der Überwachung des Hilfsprogramms federführend sein.

Bericht Zentralbank