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Fahrräder kosten mehr: Branche beklagt schwieriges Halbjahr

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Auf dem Rad
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Das Wetter sowie schlechte Testergebnisse haben der Fahrradbranche einen Absatzeinbruch beschert. Foto: Julian Stratenschulte Foto: dpa

Friedrichshafen (dpa) - Fahrräder sind teurer geworden. Während 2012 ein Rad im Mittel noch für rund 500 Euro zu haben war, liegt der Durchschnittspreis inzwischen bei 515 Euro. Das teilte der Verband des Deutschen Zweiradhandels am Dienstag vor der Messe Eurobike in Friedrichshafen mit. Ein E-Bike kostet nach der Berechnung im Schnitt etwa 2000 Euro.


In den ersten Saisonmonaten 2013 seien Umsatzrückgänge bis zu 20 Prozent keine Seltenheit gewesen, sagte der Geschäftsführer des Händler-Verbandes, Thomas Kunz. Viel Regen und die schlechten Testergebnisse von Stiftung Warentest für manche Elektroräder hätten Fahrradhändlern und -herstellern zwischen April und Juni zu schaffen gemacht.

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Bei dem Test waren mehr als die Hälfte der E-Bikes durchgefallen. Moniert wurden Rahmen- und Lenkerbrüche und unzureichende Bremsen. Ein Teil der Testergebnisse sei von der Stiftung Warentest zurückgenommen worden, sagte der Geschäftsführer des Fahrradherstellers Derby Cycle, Mathias Seidler.

Dem langfristigen Trend zum E-Bike habe die Diskussion um die Tests jedoch keinen Abbruch getan: «Das E-Bike hat der Branche einen großen Schub gebracht», sagte der Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verband (ZIV), Siegfried Neuberger. Für das Gesamtjahr prognostizierte er eine Absatzsteigerung um 13 Prozent auf rund 430 000 Stück. Bereits jetzt rollen mehr als 1,3 Millionen Elektro-Räder durch Deutschland. Mittelfristig sieht das ZIV ihren Marktanteil bei 15 Prozent.

Insgesamt produzierte die Industrie in den ersten sechs Monaten rund 1,65 Millionen Fahrräder, das waren 2,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei stieg der Exportanteil um 9,3 Prozent auf rund 790 000 Fahrräder und E-Bikes.

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