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Dauerbaustelle Nord-Ostsee-Kanal: Schiffsverkehr rückläufig

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Schleuse in Brunsbüttel
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Zwei Schiffe in Brunsbüttel in einer der alten Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal. Foto: Carsten Rehder Foto: dpa

Brunsbüttel (dpa) - Die Reparaturarbeiten an den maroden Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) in Brunsbüttel sollen nach Einschätzung der Schifffahrtsverwaltung Ende des Jahres fertig sein.


«Die Schleusenanlage wird dann wieder betriebssicher sein», sagte Sprecher Thomas Fischer am Donnerstag der dpa. Bislang schwebe noch immer das «Damoklesschwert eines Ausfalls» über dem Kanal.

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Im März musste der Kanal wegen defekter Schleusen in Brunsbüttel für acht Tage für große Schiffe gesperrt werden, die den Umweg über Skagen an der Nordspitze Dänemarks nehmen mussten.

Laut Schifffahrtsverwaltung ist im ersten Halbjahr sowohl die Zahl der Schiffe als auch die transportierte Ladungsmenge geschrumpft. Insgesamt befuhren 15 940 Schiffe den Kanal. Das waren 1411 Schiffe weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die beiden großen Kammern in Brunsbüttel sollen aktuell zumindest soweit wieder stabilisiert werden, dass sie die Bauzeit der geplanten fünften Schleusenkammer von voraussichtlich sieben Jahren durchhalten. Derzeit läuft die europaweite Ausschreibung für das mit 375 Millionen Euro veranschlagte Projekt.

Der gut 100 Kilometer lange Kanal - eine der meist befahrenen künstlichen Wasserstraßen der Welt - ist seit Jahrzehnten sanierungsbedürftig. Ein weiterer Engpass bahnt sich am anderen Kanalende in Kiel-Holtenau an.

Dort sollen ab Mitte August bis in den November hinein nacheinander die beiden großen Schleusen außer Betrieb genommen werden, weil die 80 Meter langen Schienen an den Schiebetoren ausgetauscht werden müssen. Notwendig ist auch der Ausbau der Oststrecke des Kanals.

Informationen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zu den geplanten Schleusensperrungen