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Computerbauer Dell laufen die Kosten aus dem Ruder

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Braucht einen raschen Wandel: Computerhersteller Dell . Foto: Sebastian Widmann/Archiv Foto: dpa

Round Rock (dpa) - Der umkämpfte US-Computerhersteller Dell muss sich mit hohen Kosten herumschlagen. Der Umsatz im ersten Geschäftsquartal war zwar stabil, doch der Gewinn brach wegen kräftig gestiegener Ausgaben für Verwaltung und Vertrieb sowie Investitionen in Neuentwicklungen ein.


Dell verdiente in den drei Monaten bis Anfang Mai unterm Strich noch 130 Millionen Dollar (100 Mio Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag im texanischen Round Rock mitteilte. Das ist ein Rückgang um 79 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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Der Umsatz sank dagegen um moderate zwei Prozent auf 14,1 Milliarden Dollar. Das stark laufende Geschäft mit Firmenkunden glich die deutlichen Einbußen bei den Verkäufen von Desktop-Rechnern und Notebooks an Privatleute fast aus. Die Verbraucher schwenken in großer Zahl auf Tablet-Computer um oder begnügen sich zum Mailen und Surfen im Web mit ihren Smartphones. Das operative Ergebnis der PC-Sparte brach im vergangenen Quartal um fast zwei Drittel ein. Auch das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 8 konnte die Verkäufe bisher nicht in Schwung bringen.

Wegen des rasanten Wandels in der Branche will Konzernchef Michael Dell die 1984 von ihm gegründete Firma mit Hilfe von Investoren zurückkaufen und von der Börse nehmen. Ohne Rücksicht auf andere Aktionäre könnte er dann den laufenden Umbau beschleunigen. Der Deal wäre nach dem aktuellen Angebot 24,4 Milliarden Dollar schwer.

Doch die Großaktionäre Southeastern Asset Management und Milliardär Carl Icahn versuchen, das Unterfangen mit einem Gegenvorschlag zu torpedieren. Sie wollen Dell an der Börse lassen und eine hohe Sonderausschüttung erzwingen.

Inwiefern die jüngsten Geschäftszahlen das Kräfteverhältnis ändern, ist unklar. Zumindest belegen sie, dass Dell raschen Wandel braucht.

Unternehmensgründer Michael Dell kontrolliert zusammen mit Verbündeten rund 16 Prozent der Anteile. Ihm gegenüber stehen Southeastern und Icahn mit zusammengenommen etwa 13 Prozent. Weil keine der beiden Seiten eine absolute Mehrheit für ihre Pläne besitzt, sind sie auf Verbündete unter den restlichen Aktionären angewiesen.

Dell-Mitteilung

IDC-Mitteilung

Gartner-Mitteilung