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Bundesbank-Vorstand: EZB darf nicht zur Bad Bank werden

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Das Gebäude der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main. Foto: Boris Roessler Foto: dpa

Düsseldorf/Frankfurt/Main (dpa) - Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret hat die von der EZB für den Herbst in Aussicht gestellte Belebung des Marktes für forderungsbesicherte Wertpapiere (ABS) abgelehnt.


«Die EZB darf nicht zur Bad Bank des Euro-Raums werden», sagte der Notenbanker der «WirtschaftsWoche». «Ich bin der Auffassung, dass der Kauf von forderungsbesicherten Wertpapieren kein Instrument der Geldpolitik ist. Zentralbanken sollten den Banken nicht die Kreditrisiken abnehmen.»

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ABS (Asset Backed Securities) sind Anleihen, mit denen verschiedene Arten von Kreditforderungen wie Hypotheken, Unternehmens- oder Verbraucherdarlehen abgesichert werden können. Die Papiere sind in der US-Hypothekenkrise stark in Verruf gearten, weil die verwendeten Sicherheiten reihenweise ausgefallen sind und die Anleihen in der Folge massiv an Wert verloren haben.

Der Stresstest der 128 Banken in Europa wird nach Einschätzung Dombrets pünktlich Ende August abgeschlossen sein. «Durch den Zeitverzug aufgrund der umfangreichen Fragen der Wirtschaftsprüfer und die zum Teil verzögerte Datenlieferung der Banken lagen wir kurzfristig hinter dem Plan zurück. Die Verspätung ist größtenteils wieder aufgeholt», sagte Dombret. Die Qualität der Prüfungen sei deutlich höher als beim Stresstest 2011.