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Audi verdient trotz Rekordabsatz weniger Geld

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Audi-Logos vor Pkw
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Bis 2020 will Audi an BMW vorbei ziehen. Foto: Armin Weigel Foto: dpa

München (dpa) - Audi bekommt die Folgen der Autokrise in Europa weiterhin zu spüren. Die VW-Tochter verdient Milliarden, doch in der Halbjahresbilanz machen sich die schwierige Marktlage und hohe Investitionen in den Fabrikausbau und neue Produkte bemerkbar.


Auch Audi habe sich dem verschärften wirtschaftlichen Umfeld nicht gänzlich entziehen können, teilte der Konzern am Freitag in Ingolstadt mit.

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Denn die Flaute vor allem in Südeuropa verschärft den Wettbewerb zwischen den Autoherstellern - und drückt damit auf die Preise. Mit Rabatten wird um Kunden und Marktanteile gekämpft, damit sinkt der Gewinn pro Fahrzeug - auch das drückt die Bilanz. Der Audi-Absatz hingegen legte im ersten halben Jahr deutlich zu.

Seit Januar wuchs die Zahl der verkauften Autos um mehr als sechs Prozent auf den Rekordwert von 780 467. Vertriebsvorstand Luca de Meo will deshalb das erst für 2015 angepeilte Vertriebsziel schon in diesem Jahr erreichen: »Trotz des teilweise schwierigen Marktumfelds werden wir dieses Jahr weiter wachsen. 2013 wollen wir mehr als 1,5 Millionen Autos der Marke Audi an unsere Kunden ausliefern.«

Der Umsatz der VW-Tochter wuchs in den ersten sechs Monaten allerdings nur Dank der Erlöse der neuen Motorrad-Tochter Ducati um 200 Millionen Euro auf rund 25,2 Milliarden Euro. In der Autosparte gaben die Erlöse leicht nach. Der operative Gewinn sank um fast acht Prozent auf gut 2,6 Milliarden Euro. Unter dem Strich schrumpfte das Ergebnis um drei Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro.

Der Münchner Branchenprimus BMW kann ebenfalls die Folgen der Krise in Europa in seiner bereits am Donnerstag veröffentlichten Bilanz nicht ganz verstecken. Wie die Verfolger aus Ingolstadt verzeichnete der Konzern zwar auch einen Absatzrekord, der operative Gewinn aber knickte in der Autosparte um mehr als 14 Prozent auf rund 3,3 Milliarden Euro ein. Das Umsatzplus blieb auch bei BMW überschaubar. Das geht vor allem auf das Konto des Modell-Mixes: Die kleineren Autos trieben bislang die Verkaufszahlen, bringen aber nicht so viel Geld wie die größeren Modelle.