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Auch die Bank of America verdient prächtig

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Bank of America
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Die Geschäfte liefen zuletzt blendend - selbst bei einem so problembehafteten Institut wie der Bank of America. Foto: Peter Foley Foto: dpa

Charlotte (dpa) - Ein hartes Sparprogramm mit Stellenstreichungen und ein besser laufendes Kapitalmarktgeschäft haben die Bank of America vorangebracht.


Der US-Branchenriese konnte den Gewinn im zweiten Quartal auf unterm Strich 4,0 Milliarden Dollar steigern (3 Mrd Euro). Das waren 63 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit hat die problembehaftete Bank of America den Abstand zu Spitzenverdienern wie JPMorgan Chase oder Wells Fargo verkürzt.

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«Wir nehmen Fahrt auf quer durch alle Kundengruppen», erklärte Bankchef Brian Moynihan am Mittwoch am Sitz in Charlotte im US-Bundesstaaten North Carolina. Den Verbrauchern im Land gehe es besser und die Unternehmen seien stark, führte er aus.

Die Bank of America profitiert davon unter anderem durch geringere Ausfälle bei Hauskrediten, die das Institut in der Vergangenheit viel Geld gekostet hatten.

Die Bank hatte in der Finanzkrise mit Countrywide den größten US-Immobilienfinanzierer übernommen und sich damit jede Menge Ärger eingehandelt.

Denn Countrywide hatte zu Zeiten des US-Häuserbooms auch jenen noch Kredit gewährt, die sich ein Eigenheim eigentlich nicht hätten leisten können. Als die Krise einsetzte, zahlten viele Schuldner ihre Raten nicht mehr.

Die Bank of America litt gleich doppelt: Zum einen unter eigenen Ausfällen. Zum anderen handelte sie sich zahlreiche Klagen von Finanzfirmen ein, an die Countrywide früher ganze Kreditpakete weiterverkauft hatte. Die sahen sich nun übers Ohr gehauen. Die Bank of America zahlte Milliarden als Wiedergutmachung.

Bankchef Moynihan baut den Finanzriesen deshalb um und streicht dabei auch Zehntausende Jobs. Ende Juni arbeiteten bei dem Konzern noch gut 257 000 Menschen nach 275 000 vor einem Jahr.

Im zweiten Quartal stiegen die Erträge der Bank - die gesamten Einnahmen - nun um 3 Prozent auf 22,7 Milliarden Dollar. Neben den Aktivitäten auf dem Kapitalmarkt lief auch die Vermögensverwaltung für reiche Privatkunden besser und das Privatkundengeschäft warf in Teilen mehr Geld ab.

Die Anleger sahen es gerne: Vorbörslich stieg die Aktie der Bank of America um 1 Prozent. An diesem Donnerstag legt noch die Wall-Street-Bank Morgan Stanley ihre Geschäftszahlen vor.

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