Anhaltende Krise: Viele Banken wollen Stellen streichen

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Skyline Frankfurt
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Die Skyline von Frankfurt am Main. In Deutschland will jedes dritte Institut (32 Prozent) in den kommenden Monaten Personal abbauen. Foto: Fredrik von Erichsen Foto: dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Die anhaltende Krise im Euroraum und neue Regeln der Aufseher zwingen Europas Banken zum Sparen.


In Deutschland will jedes dritte Institut (32 Prozent) in den kommenden Monaten Personal abbauen - vor allem in der Verwaltung, aber auch im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden.

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Das ist ein Ergebnis des am Dienstag veröffentlichten »Bankenbarometers« der Prüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY). Europaweit wollen sogar vier von zehn Banken die Zahl der Beschäftigten reduzieren (41 Prozent). Deutlich weniger Institute planen, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen.

Insgesamt gehen die Kreditinstitute eher skeptisch in die zweite Jahreshälfte 2013: Nur etwa jeder vierte Bankmanager erwartet eine durchgreifende Konjunkturerholung.

»Die gute Entwicklung an den Aktienmärkten und die derzeitige relative Ruhe in Sachen Schuldenkrise dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Lage an den Finanzmärkten und im Bankensektor nach wie vor kritisch ist«, erklärte EY-Bankenexperte Dirk Müller-Tronnier in einer Mitteilung.

Trotz der lahmenden Konjunktur erwarten sowohl in Deutschland als auch in Europa derzeit aber mehr Banken für die nächsten sechs Monate eher eine Verbesserung als eine Eintrübung ihrer operativen Geschäfte.

Für die Studie befragte ein unabhängiges Marktforschungsinstitut im Mai und Juni 2013 insgesamt 252 führende Banken in Europa. In Deutschland nahmen 59 Institute teil, die gemessen an der Bilanzsumme für 63 Prozent des Marktes in Deutschland stehen.