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Altmaier: Bei Energieversorgung Gemeinsamkeiten mit USA

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LNG-Bunker-Schiff "Kairos"
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Das LNG-Bunker-Schiff «Kairos» liegt am Kreuzfahrtterminal Steinwerder. Das 117 Meter lange Schiff kann 7500 Kubikmeter Flüssigerdgas (LNG) laden. Foto: Daniel Reinhardt Foto: dpa

Das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 für Erdgas aus Russland wird in den USA kritisiert. Trotz unterschiedlicher Interessen sieht der deutsche Wirtschaftsminister Altmaier Gemeinsames mit den USA.


Berlin (dpa) - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat bei der Energieversorgung trotz Differenzen beim Pipeline-Projekt Nord Stream 2 auf Gemeinsamkeiten mit den USA hingewiesen.

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»Eine sichere und verlässliche Energieversorgung in Deutschland und Europa ist ein gemeinsames Anliegen Deutschlands und der USA«, sagte der CDU-Politiker auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Altmaier berät am Dienstag mit US-Vertretern über Möglichkeiten eines stärkeren Imports von Flüssigerdgas (LNG) aus den USA.

»Auch wenn wir unterschiedliche Auffassungen beim Thema Nord Stream 2 haben, gibt es auch viel Verbindendes«, sagte Altmaier. Bei der LNG-Konferenz solle mit deutschen und US-amerikanischen Unternehmen sowie Verbänden die Entwicklung eines LNG-Importmarktes erörtert werden: »Denn mit LNG können wir Gas von noch mehr Anbietern beziehen und so unsere Versorgungssicherheit weiter erhöhen - am Ende muss es aber natürlich zu wettbewerbsfähigen Preisen geschehen.«

Die USA wollen mehr Flüssigerdgas in Europa verkaufen. Das US-Flüssigerdgas gilt aber bisher noch als zu teuer und nicht wettbewerbsfähig. In Deutschland wird aus Sicht auch Altmaiers in einer Übergangszeit künftig mehr Gas zur Energieversorgung benötigt. Deutschland steigt bis Ende 2022 aus der Kernenergie aus und will dazu schrittweise auch aus dem Kohlestrom aussteigen.

Der zusätzlichen Gasversorgung dienen soll auch die Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland, die von den USA äußerst kritisch gesehen wird. Am Freitag hatten sich die EU-Staaten auf einen Kompromiss verständigt, der den Weiterbau der Pipeline ermöglicht. Demnach könnten über Änderungen an der EU-Gasrichtlinie zwar strengere Auflagen für das Milliardenprojekt beschlossen werden. Zugleich soll aber sichergestellt werden, dass die Fertigstellung der 1200 Kilometer langen Leitung davon nicht gefährdet wird.

Altmaier geht von mindestens zwei neuen Terminals in Deutschland zum Import von LNG etwa aus den USA aus. »Ich sehe an mindestens zwei Standorten die Chance, dass wir rasch etwas verwirklichen können«, sagte Altmaier. Bisher war vom Bau eines Terminals die Rede gewesen.

Der CDU-Politiker nannte als mögliche Standorte für LNG-Terminals Brunsbüttel, Wilhelmshaven und Stade. Dort haben sich private Konsortien gebildet. Altmaier sagte, er rechne mit einer Entscheidung in den nächsten Wochen. Die Bundesregierung will den Bau mit staatlichen Fördergeldern unterstützen. Altmaier sprach von einer »substanziellen«, aber zugleich überschaubaren Summe. Eine konkrete Zahl wollte er nicht nennen.

In Deutschland gibt es bisher noch kein Import-Terminal für LNG. Vor allem die USA wollen mehr Flüssigerdgas in Europa verkaufen. Dieses gilt aber bisher noch als zu teuer und nicht wettbewerbsfähig.

Der stellvertretende US-Energieminister Dan Brouillette warb für einen stärkeren Import von LNG-Gas aus den USA. Die Preise dafür würden etwa wegen höherer Produktionskapazitäten in den USA in den kommenden Jahren deutlich fallen. Brouillette bekräftigte die Kritik der USA am deutsch-russischen Erdgas-Pipelineprojekt Nord Stream 2. Altmaier sagte dazu, dies sei eine Frage, die in Europa entschieden werde.