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Ölkonzern BP verbucht Gewinneinbußen

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BP-Zapfsäulen
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Außer Betrieb: BP-Zapfsäulen in London. Foto: Andy Rain/Archiv Foto: dpa

London (dpa) - BP spürt noch immer die Folgen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Als Konsequenz trennte sich der Ölmulti von Unternehmensteilen - das brachte 2013 Gewinneinbußen.


2013 sank der um Einmalkosten bereinigte Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf 13,4 Milliarden Dollar (9,9 Mrd Euro), wie BP mitteilte.

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Auch im vierten Quartal lag der Gewinn wegen sinkender Margen niedriger. Der bereinigte Gewinn fiel von 3,9 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum auf 2,8 Milliarden Dollar. Auch andere Ölkonzerne wie ExxonMobil und Shell hatten in den vergangenen Tagen sinkende Gewinne verkündet.

Bei BP wirkt sich das umfangreiche Verkaufsprogramm in Folge der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko aus dem Jahr 2010 aus. Dabei trennt sich BP von Unternehmensteilen. Außerdem entwickelten sich die Margen im Raffineriegeschäft schwächer, weil die Nachfrage nach Treibstoff sank. Auch im Upstream-Geschäft, also der Erschließung und Förderung von Öl und Erdgas, sanken die Gewinne.

Ebenfalls negativ wirkte sich ein Scheitern von Bohrungen in Brasilien aus, bei denen nicht wie geplant genug Öl und Gas für die kommerzielle Nutzung gefunden wurden. Wachstum in der Gas- und Ölproduktion gab es unter anderem in Nordsee-Regionen, Angola und im Golf von Mexiko. Für BP sei es nun weiterhin wichtig, die richtigen Investitionsentscheidungen zu treffen und nach langfristigen Möglichkeiten zu suchen, sagte BP-Chef Bob Dudley.

BP kämpft seit Jahren mit den Folgen der Katastrophe auf der Ölplattform «Deepwater Horizon» im Mai 2010 im Golf von Mexiko. Dabei kamen elf Menschen ums Leben, schwere Umweltschäden waren die Folge. BP muss Milliarden an Strafen und Entschädigung zahlen. Derzeit liegt die Gesamtsumme bei 42,7 Milliarden Dollar, es laufen aber noch Klagen.

Mitteilung BP