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Auch Parteiaustritt möglich

Weiterer Parlamentarier verlässt sächsische AfD-Faktion

Der Exodus aus den Landtagsfraktionen der AfD geht weiter: In Sachsen ist die Fraktion nach dem heutigen Austritt von Gunter Wild von ursprünglich 14 jetzt auf neun Abgeordnete geschrumpft.

Petry und Wurlitzer
Sie sind schon raus aus der sächsischen AfD-Fraktion: Frauke Petry und Uwe Wurlitzer. Jetzt folgt der AfD-Landtagsabgeordnete Gunter Wild. Foto: Monika Skolimowska Foto: dpanitf3

Dresden (dpa) - Die AfD-Fraktion im sächsischen Landtag bröckelt weiter. In einer persönlichen Erklärung gab heute der Vogtländer Gunter Wild seinen Austritt bekannt. Die AfD aus den Gründungszeiten habe «leider nur noch sehr wenige Gemeinsamkeiten mit der AfD von heute».

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Das schrieb der 59-Jährige in einer persönlichen Erklärung, über die am Freitag die Chemnitzer «Freie Presse» (Online) berichtete. Die AfD ziehe mittlerweile Personen an, die das politische System der freiheitlich-demokratischen Grundordnung komplett stürzen wollten, so Wild. Nach dem Ausscheiden von Ex-Parteichefin Frauke Petry habe der rechte Flügel der Partei freie Fahrt.

Wild kündigte an, künftig die fraktionslosen Abgeordneten um Petry zu unterstützen. In der AfD will er zunächst bleiben. Einen späteren Austritt schloss er aber in der «Freien Presse» nicht aus.

Neben Petry und Wild haben auch der frühere sächsische AfD-Generalsekretär Uwe Wurlitzer und die Abgeordneten Kirsten Muster und Andrea Kersten der Fraktion den Rücken gekehrt. Von vormals 14 AfD-Parlamentariern sind damit noch neun übrig. Eine Fraktion muss mindestens sieben Abgeordnete haben. Petry hat unterdessen die Gründung der «Blauen Partei» und eines Bürgerforums «Blaue Wende» bekanntgegeben.