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Riesenhornissen töten mindestens 42 Menschen in China

Peking (dpa) - Bei Angriffen von Riesenhornissen sind in der nordwestchinesischen Provinz Shaanxi seit Juli 42 Menschen ums Leben gekommen.

Asiatische Riesenhornisse
Asiatische Riesenhornisse: Experten rätseln, was die Insekten so aggressiv macht. Foto: Alpsdake Foto: dpa

jÜber den Sommer und frühen Herbst seien mehr als 1600 Menschen verletzt worden, mehr als 200 wurden in Krankenhäusern behandelt, wie das chinesische Gesundheitsministerium in Peking mitteilte. Warum die Hornissen plötzlich so viele Menschen angriffen, war zunächst unklar.

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Im Sommer und frühen Herbst flogen die Hornissen laut chinesischen Medienberichten in Schulen und griffen Bauern auf ihren Feldern an. «Sie sind auf meinen Kopf losgegangen und haben sich auf meine Beine gesetzt. Ich konnte mich nicht mehr bewegen», beschrieb die Bäuerin Mu Conghui der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua einen Angriff nahe der Stadt Ankang. Seit zwei Monaten wird sie in einem Krankenhaus behandelt, auch mittels Dialyse. Ihre Beine kann sie trotzdem noch nicht wieder bewegen.

Im August fiel ein Schwarm Hornissen über eine Grundschule in der Stadt Nanning in der Provinz Guangxi her. Die Kinder seien panisch schreiend durch die Gegend gelaufen, sagte Lehrer Li Zhiqiang der Agentur Xinhua. Er habe vergeblich versucht, die Insekten zu vertreiben. Bei der Attacke wurden 30 Menschen verletzt, davon 23 Schüler. Allerdings schwebte niemand in Lebensgefahr.

Bei den Insekten handelt es sich vermutlich nicht um gewöhnliche Hornissen, sondern um die etwa daumengroßen Asiatischen Riesenhornisse, wie das Gesundheitsministerium schreibt. Die Tiere seien meist 3,5 Zentimeter bis 5,5 Zentimeter lang und erreichten eine Flügelspannbreite von bis knapp 8 Zentimetern, berichten Zoologen der University of Michigan. Bei Stichen spritzen sie ein Gift in ihre Opfer, auf das manche Menschen allergisch reagieren. In Japan sterben nach Angaben der Universität jährlich bis zu 50 Menschen nach Attacken der Vespa mandarinia.

Huang Rongyao vom Forstamt der Stadt Ankang sieht eine mögliche Ursache für die Attacken in einer zweimonatigen Hitzewelle. Das habe die Insekten aktiver werden lassen. Außerdem hätten sich die Hornissen wegen veränderter Vegetation stärker in von Menschen besiedelte Gebiete ausgebreitet, sagte er Xinhua. Japanische Forscher hatten vor zehn Jahren Inhaltsstoffe etwa von Kosmetika als mögliche Reizstoffe für die Riesenhornissen identifiziert.

Die in Deutschland vorkommenden Hornissen gelten für Menschen als kaum bedrohlich. Ihre Stiche sind nicht gefährlicher als die von Bienen oder Wespen. Wer von einem der großen Insekten umschwirrt wird, sollte ruhigbleiben und nicht um sich schlagen, empfehlen Experten.

Mitteilung Ministerium, Chinesisch

University of Michigan zu Riesenhornissen, Englisch