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Twitter will manipulierte Videos löschen

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Twitter-App
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Die Twitter-App ist auf dem Bildschirm eines Smartphones zu sehen. Foto: Martti Kainulainen/Lehtikuva/dpa/Archivbild Foto: dpa

Ist das Video echt oder manipuliert? Das ist oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Twitter will auf seiner Plattform nun stärker gegen Fake-Videos und andere betgrügerische oder gefälschte Informationen vorgehen - im Zweifel durch Löschen.


San Francisco (dpa) - Twitter will künftig Beiträge, die manipulierte Medien enthalten, unter bestimmten Bedingungen kennzeichnen und in einigen Fällen auch entfernen. Das kündigte Twitter am Dienstag in San Francisco an.

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Die Maßnahme zielt auf den Trend zu »Deepfake«-Videos ab, die mit Bearbeitungsprogrammen manipuliert wurden und den Betrachter überzeugend täuschen können. Zuletzt hatten vor allem »Deepfake«-Fälle für Schlagzeilen gesorgt, die Politiker betrafen.

Twitter erklärte, man werde in bestimmten Fällen Videos kennzeichnen, die »signifikant und betrügerisch verändert oder gefälscht« wurden. Außerdem versuche man, Videos zu entfernen, die die öffentliche Sicherheit beeinträchtigen oder »ernsthaften Schaden« verursachten.

Das Thema hatte im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen im November an Aufmerksamkeit gewonnen, nachdem ein Video der Top-Demokratin Nancy Pelosi über Twitter und andere Netzwerke verbreitet wurde, in dem die Sprecherin des Repräsentantenhauses bei einer Rede zu lallen scheint. Dieser Effekt wurde durch eine nachträgliche Manipulation der Abspielgeschwindigkeit durch eine Videobearbeitungssoftware erzielt.

Die Anwender sollten in der Lage sein, zuverlässige Informationen auf Twitter zu finden, erklärte das Unternehmen. »Das bedeutet, dass Sie verstehen müssen, ob der Inhalt, den Sie sehen, echt oder erfunden ist, und dass Sie die Möglichkeit haben müssen, mehr Kontext über das, was Sie auf Twitter sehen, zu finden«.

Twitter-Richtline zu synthetischen und manipulierten Inhalten