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Top-Manager verlässt Spieleanbieter Zynga

New York (dpa) - Mit dem Facebook-Börsengang geriet auch der Onlinespiele-Spezialist Zynga in den Fokus der Börsianer. Doch der Facebook-Partner enttäuschte die Anleger mit miesen Quartalsergebnissen. Nun muss Zynga-Geschäftsführer John Schappert das Feld räumen.

Der fürs Tagesgeschäft zuständige Schappert habe am Mittwoch seinen Posten geräumt und sei auch aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden, erklärte Zynga in einer Börsenmitteilung.

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Zynga hatte die Anleger zuletzt mit so schlechten Quartalszahlen geschockt, dass die bereits arg gebeutelte Aktie auf einen Schlag um 40 Prozent einbrach. Der Spieleentwickler hatte im vergangenen Quartal fast 23 Millionen Dollar verloren und auch noch die Jahresprognose zusammengestrichen.

Firmengründer und Chef Mark Pincus soll nach US-Medienberichten bereits die Zuständigkeiten von Schappert beschnitten haben. Das Unternehmen hatte den Top-Manager für viel Geld vom Branchenriesen Electronic Arts abgeworben.

Allerdings versuchte Zynga, beim Abgang keine Misstöne aufkommen zu lassen. Zynga lobte ausdrücklich Schapperts Verdienste für die Spielebranche. Zynga betonte zudem, Schappert gehe als «Freund des Unternehmens». Die Firma wünsche ihm alles Gute.

Zynga bietet vor allem beim Online-Netzwerk Facebook populäre Spiele wie «Farmville» oder «Cityville» an. Dem Unternehmen macht zu schaffen, dass immer mehr Nutzer vom PC auf mobile Geräte wie Smartphones und Tablets abwandern.

Börsenmitteilung