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SAP will nach Ariba-Übernahme Cloud-Geschäft ausbauen

Walldorf (dpa) - Europas größter Softwarehersteller SAP will nach Abschluss der Ariba-Übernahme die Angebote in der sogenannten Datenwolke schnell ausbauen. «Bis 2015 wollen wir mit dem Cloud-Computing-Geschäft zwei Milliarden Euro umsetzen», sagte SAP-Co-Chef Jim Snabe in Walldorf.

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Logo des Softwareherstellers SAP am Konzernsitz in Walldorf. Foto: Uli Deck Foto: dpa

Er bekräftigte damit die bisherige Prognose für das noch junge Segment. Zuletzt setzten die Walldorfer noch wenig mit Cloud-Software um, da der Bereich erst im Aufbau ist. SAP will das Umsatzziel ohne weitere Übernahmen erreichen.

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Dabei soll auch die Profitabilität in dem Geschäft steigen. Derzeit verdienen die meisten Unternehmen in dem Bereich noch kein Geld, wachsen dafür aber stark. Die Walldorfer hatten am Freitagabend vom US-Justizministerium die letzte noch ausstehende Genehmigung für den insgesamt 4,3 Milliarden US-Dollar teuren Kauf des auf Einkaufsplattformen spezialisierten Anbieters erhalten. Die Übernahme ist damit jetzt endgültig unter Dach und Fach.

«Ariba ist jetzt ein Teil der SAP-Familie», sagte Snabe. «Das ist Meilenstein für die Strategie des Unternehmens.» Neben Ariba spielt der für 3,4 Milliarden Dollar zugekaufte US-Anbieter von Mietsoftware Successfactors eine zentrale Rolle beim Ausbau des Cloud-Geschäfts. Dieses gilt als Wachstumsmotor der Branche. Die Software läuft dabei nicht mehr auf Rechnern des jeweiligen Unternehmens, sondern auf SAP-Servern. Die Kunden greifen dann über das Internet zu.