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SAP: Übernahmen vor allem in stark wachsenden Sparten

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SAP-Finanzvorstand Werner Brandt
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Die nächsten großen Übernahmen dürften laut Brandt in den Wachstumsfeldern Cloud, mobile Geräte sowie Datenbanken und Technik erfolgen. Foto: Fredrik von Erichsen Foto: dpa

Walldorf (dpa) - Der Softwarehersteller SAP will vor allem in Wachstumsfeldern weiter zukaufen. Die nächsten großen Übernahmen dürften nach den Worten von SAP-Finanzvorstand Werner Brandt wieder in den Wachstumsfeldern Cloud, mobile Geräte sowie Datenbanken und Technik erfolgen.


In den Kerngeschäftsfeldern könnte SAP kleinere Übernahmen tätigen, um beispielsweise einzelne Industriesektoren abzudecken, wie er der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX sagte.

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Allerdings ist nach Experten-Einschätzung nicht allzu schnell mit neuen Zukäufen im großen Stil zu rechnen. Ausgehend vom bisherigen Übernahmetempo der Walldorfer sei eine Verschnaufpause zu erwarten. Seit SAP 2008 mit dem eigenen Grundsatz gebrochen hatte, weitgehend organisch zu wachsen, wurden eine ganze Reihe Übernahmen gestemmt. Nun gilt für die absehbare Zukunft die Regel, das Wachstum zu zwei Dritteln organisch zu bestreiten und das letzte Drittel einzukaufen. »Wir kaufen dann zu, wenn Akquisitionen die Umsetzung unserer Strategie in unseren Wachstumsfeldern beschleunigen«, sagte Brandt.

Derzeit sind die Walldorfer aber noch mit den jüngsten Großeinkäufen beschäftigt. »Wir haben vor kurzem SuccessFactors erworben und sind dabei, Ariba zu akquirieren: Das sind bereits zwei große Akquisitionen diesem Jahr«, sagte Brandt.

SuccessFactors bietet Mietsoftware über das Internet an, Ariba ist eine Handelsplattform, auf der Unternehmen ihren Einkauf abwickeln - eine Art Amazon der Geschäftswelt. »Die Ariba-Aktionäre haben der Akquisition bereits zugestimmt«, sagte Brandt. »Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir die Akquisition im vierten Quartal abschließen können.« Derzeit wird der Deal von den Wettbewerbshütern geprüft.

Die Schulden, die SAP für die beiden Großübernahmen aufnahm, wollen die Walldorfer so schnell wie möglich zurückzahlen. »Das wird planmäßig in den nächsten zwei Jahren der Fall sein«, sagte Brand. Insgesamt hatte SAP für SuccessFactors 3,4 Milliarden Dollar gezahlt, für Ariba 4,3 Milliarden Dollar.