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Provider bekräftigen zum LTE-Jubiläum ihre Ausbaupläne

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Im Ostseebad Heiligendamm steht am 23.09.2010 der «Rote Knopf» zur Inbetriebnahme des ersten Vodafone-Standortes der neuen Mobilfunkgeneration LTE in Deutschland bereit. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa

Vor zehn Jahren wurden die ersten LTE-Mobilfunkfrequenzen in Deutschland vergeben. Zum Jubiläum räumen die Provider ein, dass die Netze nicht perfekt sind und fordern Erleichterungen für den Bau neuer Funkmasten. Der Opposition geht das nicht schnell genug.


Berlin (dpa) ­ Zum zehnten Jahrestag der Versteigerung der LTE-Mobilfunkfrequenzen im Mai 2010 in Deutschland haben die Mobilfunkprovider ihre Ausbaupläne konkretisiert.

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In einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur räumte der Chef von Vodafone Deutschland, Hannes Ametsreiter ein, dass das Netz in Deutschland »noch nicht perfekt« ist. »Wir müssen immer noch besser werden. Wir haben uns schon massiv verbessert.«

In Deutschland sei derzeit die Dynamik der Verbesserung unter den vergleichbaren Ländern am stärksten. »Wir bauen massiv aus. Wir haben heute mehr als 21.000 LTE-Stationen im Netz.« Alleine im Jahr 2019 habe Vodafone 8000 LTE-Bauprojekte gestemmt. »Wir haben in diesem Jahr bereits wieder 3000 Bauprojekte geschafft. Und es folgen weitere 6000 bis Ende des Geschäftsjahres.«

Die Telekom erklärte, ihr LTE-Netz erreiche bereits mehr als 98 Prozent der Haushalte bundesweit. Somit habe die Telekom die Lizenzauflagen der Bundesnetzagentur erfüllt. In einigen Gebieten Deutschlands, aber auch entlang von Bundesautobahnen oder Eisenbahnhauptverkehrsstrecken, gebe es aber weiter Versorgungslücken. »Hier versuchen wir teilweise schon sehr lange die entsprechenden Genehmigungen für den Bau von Mobilfunkanlagen zu erhalten, bekommen sie aber nicht, weil bauliche, rechtliche oder privatrechtliche Regelungen dem entgegenstehen.« Um die Versorgung weiter zu verbessern, errichte die Telekom jährlich rund 2000 neue Sendemasten in Deutschland, auch in diesem Jahr.

Telefónica kündigte an, noch in diesem Jahr mindestens 7600 Mobilfunkstandorte zu errichten oder auszubauen, die nach Berechnungen der Bundesnetzagentur notwendig sind, um die Auflagen zu erfüllen. Damit werde neben der LTE-Verdichtung in den urbanen Gebieten auch die LTE-Versorgung auf dem Land weiter gestärkt.

Der Vorsitzende des Bundestagsausschusses Digitale Agenda, Manuel Höferlin (FDP), erklärte, das deutsche Mobilfunknetz sei von Perfektion meilenweit entfernt. »Es ist vielmehr, im wahrsten Sinne des Wortes, ausbaufähig.« Selbst nach zehn Jahren gebe es in Deutschland immer noch kein gutes 4G-Netz, beim 5G-Ausbau wären solche Verzögerungen fatal. Die angekündigten Investitionen seien deshalb kein Grund für Jubelstürme, sondern schlicht überfällig. »Die Große Koalition hat den Netzausbau über Jahre hinweg sich selbst überlassen, anstatt ihn gezielt zu fördern und zu koordinieren.« Sie müsse jetzt dringend die Mobilfunkstrategie in die Tat umsetzen, bevor Deutschland endgültig im Funkloch versinke. »Am schnellsten wäre dies mit einem federführenden und zugleich koordinierenden Digitalministerium möglich.«

Die ersten LTE-Frequenzen wurden am 20. Mai 2010 für knapp 4,4 Milliarden Euro an die Deutsche Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus versteigert.