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Neuer Anlauf zu «deutschem Hulu»

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Berlin (dpa) - Nach der juristischen Schlappe der Fernsehriesen RTL und ProSiebenSat.1 plant ein Digital-Dienstleister einen eigenen Anlauf zu einer Online-Videoplattform, die für alle Sender offen ist.


Das Portal, über das Sendungen im Netz abgerufen werden sollen, solle bis zum Jahresende entstehen, versprach das Hamburger Unternehmen Mondia Media am Montag. «Damit sollen auch die Zuschauer der privaten Fernsehsender die Möglichkeit bekommen, verpasste Serien und Spielfilme zu einem späteren Zeitpunkt online anzuschauen.»

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Vorbild ist die US-Videoplattform «Hulu». Das Oberlandesgericht Düsseldorf hatte im August ein gemeinsames Internetportal der Mediengruppe RTL und des Konzerns ProSiebenSat.1 vorläufig ausgebremst und eine Entscheidung des Bundeskartellamtes bestätigt.

Mondia Media war früher eine Bertelsmann-Tochter, damals noch als arvato mobile. Das Unternehmen hat Großkunden wie Vodafone und Sony Mobile und bietet für deren Geräte Inhalte an - ähnlich wie es sie im iTunes-Store für Apple-Geräte gibt. Für Handys und Computer stehen dort nach Firmenangaben 100 Millionen Inhalte vom Klingelton und Videospiel bis zum E-Book bereit. Hauptanteilseigner ist der Scheich von Abu Dhabi. Auch Bertelsmann-Matriarchin Liz Mohn ist privat beteiligt. Das Unternehmen hat rund 300 Mitarbeiter.

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