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Megaupload-Gründer wirft Polizei Misshandlung vor

Wellington (dpa) - Der in den USA wegen Copyright-Verletzungen gesuchte Megaupload-Gründer Kim Dotcom hat der Polizei in Neuseeland Misshandlung bei seiner Festnahme im Januar vorgeworfen.

Kim Dotcom
Gründer der Online-Tauschbörse Megaupload, Kim Dotcom. Foto: David Rowland/Archiv Foto: dpa

«Sie waren überall», zitierte das Online-Portal «Stuff.co.nz» Dotcom am Dienstag aus einer Gerichtsanhörung in Auckland. «Ich habe einen Schlag ins Gesicht bekommen, Stiefel, die mich traten, als ich auf dem Boden lag, ein Knie in meinen Rippen, und ein Mann stand auf meiner Hand», berichtete der gebürtige Kieler den Angaben zufolge.

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Bei der Anhörung ging es um Dotcoms Besitz, der bei der Festnahme beschlagnahmt worden war. Ein Gericht hatte die Durchsuchungsbefehle im Juni für illegal befunden. Die US-Behörden werfen ihm vor, die inzwischen geschlossene Plattform zu einem der größten Umschlagplätze für illegale Kopien von Filmen und Musik gemacht zu haben - den Rechteinhabern sei eine halbe Milliarde Dollar Schaden entstanden.

Die USA haben seine Auslieferung beantragt. Darüber soll erst im März nächsten Jahres befunden werden. Dotcom wehrt sich gegen die Festnahme, die Beschlagnahmung seiner Besitztümer und gegen die Auslieferung. Bei einem Schuldspruch droht Dotcom eine Haftstrafe bis zu 20 Jahren. Er ist zur Zeit gegen Kaution auf freiem Fuß. Dotcom lebt mit seiner Familie in einem Anwesen nördlich von Auckland.

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