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Kollaps bei GoDaddy: Millionen von Webseiten ausgefallen

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New York/Berlin (dpa) - Millionen von Webseiten waren stundenlang offline, E-Mail-Konten nicht mehr erreichbar: Der Internet-Anbieter GoDaddy kam nach einer Untersuchung zu dem Schluss, dass die Megapanne nicht etwa von einem Hacker-Angriff, sondern von internen technischen Problemen verursacht worden sei.


Das Unternehmen entschuldigte sich am Dienstag bei seinen Kunden.

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«Eine Kette interner Netzwerkereignisse» habe die Datenbank für das Verfolgen von Internetadressen zerschossen, erklärte GoDaddy. «Es war kein Hacker-Angriff und keine Denial-of-Service-Attacke.» Der Dienst sei nach sechs Stunden wiederhergestellt worden, Daten von Kunden seien nicht beschädigt worden.

GoDaddy betreut mehr als 53 Millionen Internet-Adressen und ist damit nach eigenen Angaben der weltweit größte Web-Hoster - so werden die Vermieter von Speicherplatz für die Einrichtung von Internet-Auftritten bezeichnet. Auf den Servern von GoDaddy liegen ganz unterschiedliche Webangebote, darunter auch zahlreiche kleinere Online-Shops.

Ausgefallen war am Montag der DNS-Dienst von GoDaddy: Das Domain Name System (DNS) verbindet die Internet-Adressen mit den Servern, auf dem die entsprechenden Daten liegen. Mehrere Experten äußerten die Einschätzung, es habe sich vermutlich um eine DDoS-Attacke gehandelt. Bei einem solchen Angriff mit der Bezeichnung Distributed Denial of Service wird ein Internet-Rechner so lange mit sinnlosen Datenpaketen überflutet, bis er von der Masse überwältigt wird und nicht mehr erreichbar ist.

«Das kann jedem Provider passieren», sagte der Technik-Chef des Berliner Web-Hosters Strato, René Wienholtz. Allerdings sei es üblich, gerade den kritischen DNS-Dienst besonders abzusichern, indem dieser auf mehrere Rechner verteilt werde. Auch müsse sichergestellt werden, dass der Kunde die Möglichkeit habe, einen alternativen DNS-Server für seinen Web-Auftritt anzugeben.

Mitteilung GoDaddy