weather-image
17°

Internet-Urgestein AOL zieht Werbegelder an

New York (dpa) - Die Neuaufstellung zahlt sich für das Internet-Urgestein AOL aus. Anders als der Rivale Yahoo konnte AOL im Schlussquartal seine Werbeeinnahmen steigern.

Tim Armstrong
AOL-Firmenchef Tim Armstrong bei der Konferenz TechCrunch Disrupt in Berlin im Oktober 2013. Foto: Bernd von Jutrczenka Foto: dpa

Der gesamte Umsatz stieg in der Folge um 13 Prozent auf 679 Millionen Dollar (502 Mio Euro), wie das Unternehmen mitteilte. AOL setzt stark auf Medieninhalte, um Nutzer und damit Werbekunden anzuziehen.

Anzeige

Zum Unternehmen gehören unter anderem die Onlinezeitung «Huffington Post», von der es seit kurzem auch eine deutsche Ausgabe gibt, sowie die großen Technologieblogs «Engadget» und «TechCrunch».

Der Quartalsgewinn stagnierte allerdings im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 36 Millionen Dollar. Grund war unter anderem ein Personalabbau. So hatte AOL zunächst die Mannschaft in seinem problembehafteten regionalen Nachrichten-Angebot Patch zusammengestrichen und die Sparte dann mehrheitlich an eine andere Firma abgegeben.

Auch aufs gesamte Jahr gesehen stiegen die Werbeeinnahmen. «2013 war das erfolgreichste Jahr für AOL in den vergangenen zehn Jahren», erklärte Firmenchef Tim Armstrong am Sitz in New York.

AOL war mit dem Verkauf von Internetanschlüssen groß geworden und fusionierte dann mit dem Medienkonzern Time Warner. Die wenig glückliche Ehe wurde 2009 geschieden. Danach hatte AOL lange Probleme, das Geschäft auf neue Beine zu stellen.