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Intel leidet weiter unter PC-Flaute

Santa Clara (dpa) - Die rückläufigen PC-Verkäufe machen dem weltgrößten Chiphersteller Intel weiterhin zu schaffen. Nach einem trüben ersten Halbjahr hat der Konzern seine Aussichten für das Gesamtjahr zurückgeschraubt.

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Seit viele Kunden lieber Tablets und Smartphones kaufen statt Laptops oder Tischrechner, hat Intel ein Problem. Foto: Frank Leonhardt Foto: dpa

Das einst erfolgsverwöhnte Unternehmen erwartet nun nur noch einen stagnierenden Umsatz statt eines kleinen Zuwachses.

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Im zweiten Quartal schrumpfte der Umsatz um 5 Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Mittwoch am Sitz im kalifornischen Santa Clara mitteilte. Der Gewinn gab gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar um 29 Prozent auf unterm Strich 2,0 Milliarden Dollar nach (1,5 Mrd Euro) nach.

Für den erst frisch angetretenen Konzernchef Brian Krzanich hat nun die Entwicklung von Chips für mobile Geräte die «höchste Priorität». Intel hat das Problem, dass viele Kunden mittlerweile lieber zu einem Tablet oder Smartphone greifen anstatt zu einem klassischen PC. In den neuen mobilen Geräten ist aber die Chiptechnik des britischen Entwicklers ARM führend. Intel kann hier nur langsam Fuß fassen. Nachbörslich fiel die Aktie um 4 Prozent.

Die beiden Marktforschungsfirmen Gartner und IDC hatten jüngst das Problem von Intel plastisch gemacht: Sie schätzten, dass die Zahl der ausgelieferten Personal Computer im zweiten Quartal um etwa 11 Prozent auf rund 76 Millionen Geräte nachgab. Damit schrumpfte der PC-Markt fünf Quartale in Folge, die längste Schwäche-Periode bisher. Bis vor kurzem war solides Wachstum die Norm.

«Der Markt wird weiterhin eine große Bandbreite an Computerprodukten nachfragen», erklärte Krzanich, der seit 31 Jahren im Unternehmen ist und seit Mai auf dem Chefsessel sitzt. «Wir werden keine Möglichkeit in der Computerindustrie auslassen», fuhr er fort. Samsung hatte unlängst ein Android-Tablet mit Intel-Prozessor vorgestellt.

Als Stütze für Intel im Quartal erwiesen sich einmal mehr Chips für leistungsstarke Rechner in Datenzentren. Diese Server erleben gerade wegen des Smartphone- und Tablet-Booms einen Aufwind, denn über sie wird der Internet-Datenverkehr abgewickelt. Der kleinere Intel-Rivale AMD legt an diesem Donnerstag seine Geschäftszahlen vor.

Intel-Mitteilung

IDC-Mitteilung

Gartner-Mitteilung