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Hintergrund: Wie funktionieren Internetsperren?

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Auch in Deutschland gab es heftige Diskussionen um Netzsperren. Foto: David Ebener Foto: David Ebener/Symbolbild Foto: dpa

Berlin (dpa) - Internetsperren sorgen immer wieder für heftige Diskussionen. Staaten wie China oder der Iran schränken das Internet für ihre Bürger massiv ein. Die Türkei will nun ihre Netzsperren verschärfen.


Technisch funktionieren die Netzsperren immer gleich, sagt Sandro Gaycken vom Institut für Informatik der Freien Universität Berlin. Um eine Webseite zu blockieren, wird die Übersetzung der eingetippten Internetadresse in die IP-Adresse der Webseite verhindert. Der Staat gebe den Internetanbietern entweder eine Liste von Webseiten oder eine Reihe von Schlagworten, die gesperrt werden sollen.

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Die Blockaden lassen sich jedoch umgehen. Über VPN-Zugänge oder Anonymisierungsdienste wie TOR können Nutzer ihren Standort verbergen.

«Dann wählt man sich praktisch nicht aus der Türkei ein, sondern aus einem anderen Land», sagt Gaycken. So können die vermeintlich gesperrten Seiten trotzdem aufgerufen werden. Diese Schleichwege ins Netz kennen allerdings oft nur technisch versierte Menschen. «Für Laien ist das nicht ohne weiteres machbar.»