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EU denkt über Meldepflicht für Hackerangriffe nach

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Die Hacker von Anonymous sind einst für Julian Assange und seine Enthüllungsplattform WikiLeaks in den Cyberkrieg gezogen. Doch in den vergangenen Monaten haben sich Anonymous und Assange entfremdet. Foto: Oliver Berg Foto: dpa

München (dpa) - Zum besseren Schutz vor Hackerangriffen denkt die EU auch über eine Meldepflicht von Cyberattacken für Unternehmen nach.


»Ich bin ein großer Befürworter von Selbstregulierung, aber in diesem Fall fürchte ich, dass wir damit nicht weiterkommen«, sagte die für die Digitale Agenda zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes der »Süddeutschen Zeitung«. Noch in diesem Jahr wolle sie gemeinsam mit der Innenkommissarin Cecilia Malmström und der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton eine Strategie für europäische Cybersicherheit vorlegen. Dem solle dann ein Gesetzentwurf folgen, der die Konsequenzen für Internet-Anbieter oder Betreiber von Rechenzentren regele.

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Die Menschen müssten darauf vertrauen, dass neue Technologien wie etwa das Cloud Computing sicher seien, sagte Kroes. Andernfalls würden sich das Auslagern von Daten und Diensten ins Internet nicht durchsetzen. Europa würde damit nach ihrer Ansicht die Chance vergeben, die lahmende Wirtschaft in Schwung zu bringen und den Spardruck auf die öffentliche Verwaltung zu mildern. Vom verstärkten Einsatz der Cloud-Technologien verspricht sich Kroes bis 2020 etwa 2,5 Millionen zusätzliche Jobs.