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DGB-Chef warnt vor »moderner Sklaverei« bei Geschäftsmodellen im Netz

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Reiner Hoffmann
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DGB-Chef Reiner Hoffmann sieht die Geschäftsmodelle mancher aufstrebender Internet-Dienste kritisch. Foto: Marc Tirl Foto: dpa

Berlin (dpa) - Die Geschäftsmodelle mancher aufstrebender Internet-Dienste führen nach Einschätzung von DGB-Chef Reiner Hoffmann zur Ausbeutung von Beschäftigten.


»Bei vielen dieser Angebote auf den Plattformen geht es eher darum, dass vor allem die Vermittler dauerhaft schnelles Geld bei Umgehung aller Vorschriften verdienen«, sagte er dem »Spiegel« und fügte hinzu: »Das sind nicht neue Modelle der sozialen Ökonomie, sondern neue Formen der Ausbeutung.« Statt regulärer Jobs würden auf solchen Plattformen häufig neue Formen prekärer Solo-Selbstständigkeit entstehen. »Das ist doch moderne Sklaverei«, so der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftbunds (DGB) weiter.

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Die Politik müsse dafür sorgen, dass Kündigungsschutz, Mindestlöhne, Arbeitsschutz und Arbeitszeitregeln auch für die neuen digitalen Angebote gelten. Auch Brigitte Zypries (SPD), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, sagte dem Magazin: »Im Silicon Valley herrscht eine Goldgräberstimmung und die Share-Economy wird nur positiv gesehen. Die sozialen Folgen werden ausgeblendet.« Am Ende dürften nicht Staat und Gesellschaft die Verlierer sein. Deshalb müsse die ordnungsgemäße Versteuerung der Einnahmen sichergestellt werden. »Und wir müssen dringend die Haftungs- beziehungsweise Versicherungsfragen klären«, so Zypries.

DGB-Website Reiner Hoffmann