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Dell verschiebt Abstimmung über Rückkauf

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Round Rock (dpa) - Angesichts des steigenden Widerstands gegen die Übernahme des Computerkonzerns Dell ist eine Aktionärsabstimmung darüber verschoben worden.


Die Anteilseigner hätten am Donnerstag eigentlich entscheiden sollen, ob sie das 24,4 Milliarden Dollar schwere Rückkaufangebot von Firmengründer und -chef Michael Dell annehmen oder ablehnen.

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Doch die außerordentliche Hauptversammlung wurde direkt nach ihrem Beginn schon wieder vertagt. Neuer Termin ist Mittwoch, der 24. Juli.

Beobachter werteten die Verschiebung als Zeichen, dass Michael Dell und dem mit ihm verbündeten Finanzinvestor Silver Lake eine Abstimmungsniederlage gedroht hätte.

Nun haben sie eine knappe Woche Zeit, ihr Angebot nachzubessern oder Investoren mit guten Argumenten auf ihre Seite zu ziehen. Nach einem Bericht des «Wall Street Journal» wollten auch die Großaktionäre BlackRock, Vanguard Group und State Street gegen die Offerte stimmen. Damit kämen die Gegner des Deals bereits auf nahezu 30 Prozent der Anteile.

Michael Dell bietet zusammen mit Silver Lake 13,65 Dollar pro Aktie. Er verweist auf die Flaute im PC-Markt und will den Computerbauer deshalb nach dem Rückkauf abseits der Börse radikal umbauen.

Mächtigster Gegner ist der Milliardär Carl Icahn, der sich in großem Stil bei Dell eingekauft hat. Icahn findet das Angebot zu niedrig und setzt einen komplizierten Vorschlag dagegen: Er will zusammen mit seinem Verbündeten Southeastern Asset Management durchsetzen, dass der Konzern einen Teil seiner Aktien für 14 Dollar pro Stück zurückkauft.

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Bericht im «Wall Street Journal»