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«Wahlprogramm»

Kantor lässt Merkel, Schulz und Co. erklingen

Unter Organisten ist «Merkel» ein Begriff - auch abseits der Politik. Der Komponist wird oft gespielt, deutlich seltener dagegen Lindner und Schulz. Eine Woche vor der Bundestagswahl erklingen nun alle gemeinsam.

Hans Kielblock
Organist Hans Kielblock hat ein ungewöhnliches «Wahlprogram» zusammengestellt. Foto: Andrea Löbbecke Foto: dpanitf3

Wiesbaden (dpa) - Mit einem ungewöhnlichen Orgelkonzert bringt ein Wiesbadener Kantor die Bundestagswahl in die Kirche. Eine Woche vor der Abstimmung sollen Werke unter anderem von Merkel, Lindner und Schulz erklingen.

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«Ich habe gezielt nach Komponisten gesucht, die Namensvettern von Politikern sind», sagt der Organist der Ringkirche, Hans Kielblock. Zu den Künstlern zählen Gustav Adolf Merkel (1827-1885), Wolfgang Lindner (geboren 1956) und Hermann Schulz (gestorben 1967). Zuvor berichtete der «Wiesbadener Kurier» über das Konzert «Wahlprogramm», das für Sonntag (17.9.) geplant ist.

Nach den Worten von Kielblock sind mit ihrem Spitzenpersonal alle sechs Parteien vertreten, die eine realistische Chance für den Einzug in den Bundestag haben. Warum sind es dennoch sieben Stücke geworden? Damit sich die Linken wiederfinden, bemühte der Kantor zwei Komponisten: Richard Wagner (1813-1883) und Justin Heinrich Knecht (1752-1817). Hintereinander gestellt ergibt dies fast den Nachnamen der Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht.

Für ihre Mitbewerberin von den Grünen, Katrin Göring-Eckardt, steht Komponist William Eckardt (1884-1939) auf dem Programm, ohne Göring. Frauke Petry von der AfD wird vom Orgelkomponisten Willem Petri (1865-1950) repräsentiert. Bis auf Merkel würden die Komponisten eher selten gespielt, sagt der Kantor.

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