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«Holy Motors» - Eine assoziative Reise ins Irreale

Berlin (dpa) - Am Morgen steigt Monsieur Oscar (Denis Lavant) in eine weiße Stretchlimousine, um scheinbar seinen Alltag als erfolgreicher Geschäftsmann zu beginnen.

«Holy Motors»
In «Holy Motors» geht es in unterschiedlichen Identitäten durch Paris. Foto: Arsenal Filmverleih Foto: dpa

Doch dann schlüpft er für den Rest des Tages in unterschiedliche, teils extrem surreale Identitäten, mal wird er zur Bettlerin, zum seltsamen Waldschrat, zum brutalen Killer oder treu sorgenden Familienvater.

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Der Franzose Leos Carax («Die Liebenden von Pont-Neuf», 1991) schickt den Zuschauer auf eine assoziative, rätselhafte Reise in eine Traumwelt und entsagt sich dabei jeglicher Handlungslogik. In Cannes wurde das ungewöhnliche Werk stürmisch gefeiert, in Locarno erhielt Carax beim Internationalen Filmfestival Anfang August den Ehren-Leopard für sein Lebenswerk.

(Holy Motors, Frankreich 2012, 115 Min., FSK o.A., von Leos Carax, mit Denis Lavant, Eva Mendes, Kylie Minogue)

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