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Große Vallotton-Retrospektive in Paris

Paris (dpa) – Félix Vallotton (1865-1925) gehört zu den eigenwilligsten Malern seiner Zeit. Der in der Schweiz geborene Künstler entwickelte eine sehr persönliche und vielfältige Bildsprache.

Félix Vallotton
Vallotons Bild «Frau, die in einem Schrank sucht» entstand 1901 (Ausschnitt). Foto: Wilhelm Balmer / Fondation Félix Vallotton, Lausanne Foto: dpa

Unter dem Titel «Le feu sous la glace» (etwa: Feuer unter Eis) widmet das Pariser Grand Palais nach mehr als 30 Jahren dem Maler, Grafiker und Schriftsteller seit Mittwoch eine umfassende Retrospektive. Sie soll einen Künstler rehabilitieren, dessen Werk teilweise noch heute Unverständnis auslöse. Die mehr als 200 Gemälde und Holzschnitte sind bis zum 20. Januar 2014 zu sehen. Danach wird die Ausstellung in Amsterdam und Tokio präsentiert.

Gezeigt werden seine satirischen Druckgrafiken, die ihn bekanntgemacht haben, seine farbintensiven und fotografischen Interieurs, sowie seine umstrittenen Aktdarstellungen, Landschaften und mythologisch beeinflussten Malereien.

Die nackten Badenden Vallottons wirken puppenhaft, Landschaften und Interieurs surrealistisch. Was auf den ersten Blick jedoch befremdet, offenbart einen meisterhaften Techniker, der in seinen Arbeiten Elemente aus dem Surrealismus, der Neuen Sachlichkeit und der metaphysischen Malerei vorwegnahm, Verborgenes erforscht und bürgerliche Konventionen infrage stellt. Der 1925 in Paris verstorbene Maler hinterließ der Nachwelt mehr als 1700 Gemälde.

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Le feu sous la glace