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«Die Lombarden» bei Erfurter Domstufen-Festspielen

Erfurt (dpa) - Die Domstufen-Festspiele in Erfurt bieten in diesem Sommer eine Rarität: Am Donnerstagabend hat vor der nächtlichen Kulisse von Mariendom und Severikirche Giuseppe Verdis selten gespielte Oper «Die Lombarden» Premiere.

Erfurter Domstufen-Festspiele
Probenszeme vor der nächtlichen Kulisse von Mariendom und Severikirche in Erfurt. Foto: Martin Schutt Foto: dpa

An 15 Abenden wird das Stück um zwei verfeindete Brüder, um Kreuzzüge, die Eroberung Jerusalems und Religionskriege bis zum 29. Juli zu sehen sein. Die Oper hat aus Sicht von Theaterintendant Guy Montavon eine ungeahnte Aktualität. Die Inszenierung werde aber nicht Partei ergreifen.

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Erstmals seit Jahren werden die mehr als 70 Domstufen zwischen beiden Gotteshäusern nicht in die Inszenierung einbezogen. Vor den Kirchenumrissen ist stattdessen eine gewaltige Wüstenlandschaft entstanden, die Platz für den Kreuzzug nach Jerusalem, für Eremitenhöhle, Zelt, Masken und Waffen bietet. Unter einer Dünenwölbung nimmt das Philharmonische Orchester unter Leitung von Samuel Bächli Platz.

Für Bächli biete die Oper «unglaubliche Musik mit großen Kontrasten» und einem Chor im Mittelpunkt. Theaterintendant Guy Montavon konnte für die schwierige Partie des Pagano unter anderem Tigran Martirossian und Roberto Scandiuzzi gewinnen. Die Giselda wird unter anderem Katia Pellegrino singen. Die Aufführung ist in italienischer Sprache.

Die Aufführung ist eine Koproduktion mit den St. Galler Festspielen, wo es 2011 in Regie von Montavon Premiere hatte. Durch die Koproduktion kann das Theater nach früheren Angaben von Montavon ein Viertel der Produktionskosten einsparen, etwa weil Bühne und Kostüme übernommen werden können. 2013 will der Schweizer Intendant Puccinis Oper «Turandot» in Regie von Mark Adam aufführen.

Theater Erfurt