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«Alles wird gut»: Plädoyer gegen das Schubladendenken

München (dpa) - Ein Film gegen das Schubladendenken: «Alles wird gut» von Niko von Glasow zeigt, dass sich Menschen nicht einfach einordnen lassen.

'Alles wird gut'
Anrührend und lustig: "Alles wird gut" von Niko von Glasow. Foto: Palladio Film/Werner Meyer Foto: dpa

Behindert oder nicht behindert? Eine schwierige Frage. Denn während die einen offensichtlich im Rollstuhl sitzen, blind sind oder kurze Arme haben, haben andere ihre Handicaps gut versteckt. Regisseur von Glasow ist überzeugt, dass jeder Mensch seine Schwächen, aber vor allem auch seine Stärken hat. In seinem amüsant-liebenswerten Film spielt ein bunt zusammengewürfeltes Ensemble aus Menschen mit und ohne Behinderungen. Alle haben ein Ziel: Sie wollen bei einem Casting eine der begehrten Theaterrollen ergattern. Doch leider wird die Truppe in einem Nebenraum vergessen. Und beim stundenlangen Warten auf das Vorsprechen treten die Ängste, Verletzlichkeiten und besonderen Fähigkeiten jedes Einzelnen klar zutage. Ob einer behindert ist oder nicht, gerät im Laufe des anrührenden und lustigen Films bald in Vergessenheit. Eine Idealvorstellung auch für die Realität - «Alles wird gut»!

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(Alles wird gut, Deutschland 2012, 96 Min., FSK ab 0, von Niko von Glasow, mit Manon Wetzel, Milena Güleryüz, Jana Zöll)

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