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Kreative Schüler an der Mittelschule

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Tom Worster (von links), Dominik Graden, Leon Staber und Sam Babl stellten ihren Mitschülern die neuen »Sitzlerninseln« vor. (Foto: T. Eder)

Grassau – Multifunktional, frisch, modern und so richtig gut zum Quatschen ist der neue Bereich der siebten Klassen im Dachgeschoß der Grassauer Grund- und Mittelschule. Mit viel Engagement, künstlerischem und handwerklichem Geschick gestalteten die Schüler ihren Pausenbereich um.


Trotz der großen Dachfenster war der Gangbereich im Obergeschoß des Schulhauses ungemütlich. Schulleiter Johannes Zeitel betonte, dass dieses Eck ungenutzt und im Dornröschenschlaf lag. Dies hat sich nun durch das Engagement der Schüler gewandelt. Es freue ihn, dass sich die Schüler gemeinsam mit dem Kunstpädagogen Michael Zuber des Projekts angenommen haben. Im vergangenen Jahr konnten die Schüler bereits ihre Chillarena im Erdgeschoß nach ihren Vorstellungen und Wünschen herstellen. Nun wurde der Bereich im Dachgeschoß den Wünschen der Jugendlichen angeglichen.

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Mit dem Kunstpädagogen Zuber wurde zunächst überlegt, was die Jugendlichen gerne haben würden. Schnell wurde deutlich, dass eine Möblierung, die gleich mehrere Funktionen zu erfüllen habe, gewünscht werde. Zum einen wollten die Schüler gemütliche Sitz- und Tischbereiche, um zu diskutieren, aber auch einen Bereich, um Gruppenarbeiten gemeinsam außerhalb des Klassenzimmers zu erledigen. Zum Entspannen wurde zudem eine Liegefläche gebaut.

Laut Zuber wurde zunächst ein maßstabsgerechtes Modell angefertigt. Als Material dienten Europaletten, die sich auf Grund ihrer Stabilität besonders eignen. Tom Worster, einer der sechs Schüler, die sich handwerklich betätigten, informierte, dass die Europaletten zu »Sitzlerninseln« zusammengeschraubt wurden. Die Paletten wurden geschliffen und mit Brandschutzlack versehen. Die Tische wurden mit den Sitzbänken verbunden, sodass eine stabile Einheit entstand.

Zur Farbgestaltung berichtete Leon Staber, dass sie sich für einen frischen Grünton mit Beige entschieden hatten und auch die Wandbilder gemeinsam erstellten. Sozialpädagogin Kira Petzoldt von der Jugendsozialarbeit fügte hinzu, dass die Möbel und die Raumgestaltung in der Projektwoche entstanden seien. Sechs Schüler der Klasse 7a widmeten sich dieser Aufgabe.

Das Material wurde von der Marktgemeinde gestellt. Verwaltungschef Robert Höpfner sah hier eine Kombination aus Kunst und Handwerk. Den Paletten wurde ihre eigentliche Funktion geraubt, sie wurden auf den Kopf gestellt und damit aufgewertet. tb