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Ihr Wissen über Deutschland erweitert

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Traunstein – Seit mehreren Jahren nehmen das Annette-Kolb-Gymnasium und das Chiemgau-Gymnasium als zwei von 38 Schulen in ganz Deutschland am Preisträgerprogramm des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) teil. Das Auswärtige Amt lädt Deutsch lernende Schüler aus aller Welt zu einem vierwöchigen Aufenthalt nach Deutschland ein, um sowohl das Interesse an der deutschen Sprache als auch das Wissen über die deutsche Gesellschaft positiv zu beeinflussen.


Oberbürgermeister Christian Kegel begrüßte die rund 30 Teilnehmer aus Argentinien, Brasilien, Israel, Kanada, La Réunion, Mauritius, Neuseeland, Polen, der Russischen Föderation und Schweden im Traunsteiner Rathaus. Sie wollten wissen, wie man in Deutschland Oberbürgermeister wird und ob er noch Freizeit habe. Kegel antwortete, dass man Oberbürgermeister durch Direktwahl werde. Seine Freizeit müsse er sich organisieren, »wenn man sich viel Freizeit wünscht, sollte man nicht Oberbürgermeister werden«, stellte er fest. Auf die Frage, wie er zur Politik gekommen sei, meinte Kegel, er sei Seiteneinsteiger und könne daher völlig unverkrampft an die Sache herangehen. Eine andere Frage beschäftigte sich mit Asylbewerbern in Traunstein. In der Stadt seien derzeit rund 60 Asylbewerber, sagte der Oberbürgermeister. Man würde von den Ausländern lernen, dürften aber die Bevölkerung nicht überfordern. Der Umgang mit den Ausländern sei aber die beste Völkerverständigung. Zur Stimmung in der Stadt erklärte Kegel, diese sei entspannt, weil es fast Vollbeschäftigung und dadurch keine Existenzängste gebe. Durch die hohen Mieten seien allerdings viele Eltern gezwungen, dass beide in die Arbeit gehen. Die Stadt habe deshalb viele Kinderbetreuungseinrichtungen geschaffen.

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Zentraler Bestandteil des Preisträgerprogramms ist ein zweiwöchiger Aufenthalt in einer Gastfamilie, der viele Begegnungen ermöglicht und häufig zu dauerhaften Freundschaften und späteren Gegenbesuchen führt. Die Preisträger besuchten mit ihren Gastgeschwistern den Unterricht, wurden aber auch als Gruppe gesondert unterrichtet. Darüber hinaus nahmen sie an Besichtigungen und Exkursionen teil. An einem »Internationalen Abend« stellten die Preisträger ihr jeweiliges Land einem größeren Publikum vor. Nach dem Aufenthalt im Chiemgau besuchte die Gruppe noch Hamburg und Berlin. Bjr