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»Die beste Entscheidung meines bisherigen Lebens«

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Ein Jahr war sie im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms in den USA: Jetzt ist die junge Stipendiatin Katja Schöndorfer (links) zurückgekehrt und berichtete Peter Ramsauer von ihren Erfahrungen. Felix Deser wird ebenfalls ein Jahr in den USA verbringen. (Foto: Wittenzellner)

Ein Jahr lang war sie in den USA eine junge Vertreterin unseres Landes. »Wenn du jetzt in die USA gehst, bist du eine junge Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland«, so hatte der heimische Bundestagsabgeordnete Peter Ramsauer die junge Reichenhallerin Katja Schöndorfer vor genau einem Jahr verabschiedet. Hatte sich die selbstbewusste, junge Frau aus dem Berchtesgadener Land doch erfolgreich beim Deutschen Bundestag im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) beworben und ein Stipendium für ein Austauschjahr in den USA erhalten.


Ein Jahr, das die Junior-Botschafterin geprägt und in ihrer persönlichen Entwicklung nach vorne gebracht hat, wie sie nun im Rahmen eines Besuchs im Wahlkreisbüro Ramsauers in Traunwalchen nach ihrer Rückkehr über den »großen Teich« vor drei Wochen zu berichten wusste. »Ich hab’ gedacht, ich bin schon selbstständig, aber nach ein paar Wochen habe ich gemerkt, da fehlt doch noch was.« Dennoch sei es die bisher beste Entscheidung ihres Lebens gewesen.

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Sie sei in der amerikanischen Kleinstadt Forestville in eine nette Gastfamilie gekommen und dort im Haushalt mit zwei kleinen Kindern richtig gefordert gewesen. Fiel ihr das Reden in englischer Sprache anfänglich noch schwer, hat sich das zwischenzeitlich geändert. Inzwischen stelle sie fest, dass sie sogar in Englisch denke und das Gedachte immer in Deutsch übersetze, so Katja Schöndorfer.

Das Heimweh ist durch die Nutzung der modernen Kommunikationsmöglichkeiten abgemindert worden, WhatsApp und Skype waren willkommene Möglichkeiten, um mit der »alten Heimat« in Verbindung zu bleiben. Am Ende der Stipendienzeit ist Vater Helmut Schöndorfer in die USA geflogen und hat sich selbst noch einen kleinen Einblick verschaffen können, wo seine Tochter das vergangene Jahr gelebt hat.

Die 17-Jährige war begeistert von dem, was sie alles erlebt und gesehen hat – wozu auch ein längerer Ausflug nach Florida gehörte. Beeindruckt hat sie insbesondere das gute Zusammenspiel und Miteinander zwischen Lehrern und Schülern in der Schule, die sie besuchte. Die Begeisterung für New York hielt sich in Grenzen: »Da ist es nicht so schön wie bei uns. Außerdem gibt es keinen Thumsee«, sagte die Reichenhallerin augenzwinkernd.

Auch Felix Deser aus Tittmoning will den Sprung wagen und für ein Jahr im Rahmen des PPP in die USA gehen. »Ich habe keine Ahnung, was auf mich zukommt, aber ich freue mich«, betonte der 16-Jährige. Sorgen mache ihm die Sprache, betonte er, worauf er von seiner Vorgängerin Schöndorfer gleich ein paar praktische Tipps bekam: »Rede wie ein Wasserfall. So lernst du das.« Mit seiner Gastfamilie ist er schon in schriftlichem Kontakt, eine »Fare-well-Party« hier mit seinen Freunden steht noch aus.

»Gerade in der heutigen Zeit, in denen es nicht nur Übereinstimmung zwischen unseren beiden Ländern gibt, ist es umso wichtiger, dass junge Menschen im Rahmen des Programms in den USA Kontakte knüpfen und von ihren Erfahrungen im kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Leben in Deutschland etwas weitergeben. Und daneben sollen sie natürlich auch möglichst viel über ihr Gastland lernen«, so Peter Ramsauer. Wer auch in die USA möchte hat noch Gelegenheit, sich zu bewerben. Die Bewerbungsfrist für das 33. Austauschjahr 2016/2017 läuft noch bis zum 11. September. Weitere Informationen gibt es entweder unter Telefon 08669/6223 im Wahlkreisbüro von Peter Ramsauer oder unter www.bundestag.de/ppp im Internet. awi