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Auftakt zum China-Umweltprojekt

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Die Traunreuter Schüler packten mit an und halfen beim Bau einer Pflanzenkläranlage auf dem Hof von Alois Wimmer in Reichsberg mit.

Traunreut – Auch in diesem Jahr findet an der Realschule Traunreut wieder der berufsorientierte Schüleraustausch mit China statt: Verknüpft wird dieser Austausch wieder mit einem Umweltprojekt, das beide Schulen bearbeiten. Höhepunkt des Projektes wird eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn sein, auf der die Schüler zu Klimabotschaftern ausgebildet werden.


Die Schüler der Walter-Mohr-Realschule und der Mittelschule Nr. 1 in Zhangjiakou beschäftigen sich in diesem Jahr mit dem Thema »Wasser und Klimaschutz«. Den Auftakt zur Projektarbeit, die wieder die Stiftung Mercator in Essen als Hauptsponsor fördert, bildete nun eine praxisorientierte Veranstaltung, die mit dem Thema Wasser in Zusammenhang stand: die Mithilfe beim Bau einer Pflanzenkläranlage auf dem Hof von Alois Wimmer in Reichsberg.

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Zusammenarbeit mit »Plant-for-the-Planet«

Unter fachkundiger Anleitung von Dr. Germann-Bauer, dem Sachverständigen für den Bau dieser Anlage, wurde gebohrt, geschraubt, nivelliert und geschaufelt. Die Schüler erfuhren, wie mit Hilfe einer solchen Anlage Abwässer geklärt werden. Sie stellten viele Fragen zu Funktion, Kosten und Wartung. Bauherr Alois Wimmer erklärte sich bereit, die Schüler im Juli zusammen mit ihren chinesischen Gästen noch einmal willkommen zu heißen, damit die gesamte Projektgruppe die Anlage in Funktion erleben kann.

Ein weiterer Projektbaustein ist die Zusammenarbeit mit der Organisation »Plant-for-the-Planet«, die von Felix Finkbeiner ins Leben gerufen wurde. Der Schüler, der bereits vor der UNO einen Vortrag zum Thema Klimaschutz gehalten hat, hat es sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe von Kindern eine Billion Bäume auf der Erde zu pflanzen und damit aktiv etwas gegen die Erderwärmung zu tun. Zur Finanzierung des Umweltprojektes werden die Traunreuter Realschüler einen Spendenlauf organisieren.

Ein wichtiger Ansatzpunkt ist zudem die Berufsorientierung. Auch in diesem Schuljahr soll den Jugendlichen wieder ein Praktikum ermöglicht werden, um ihnen einen Einblick in die Arbeitswelt in China zu ermöglichen.

Zwischenstopp am Baikalsee geplant

Die Rückreise erfolgt dann gemeinsam mit den chinesischen Schülern, die im Anschluss bei ihren deutschen Gastfamilien wohnen werden. Da ein Teil der Strecke mit der Transsibirischen Eisenbahn zurückgelegt werden soll, wird die Rückreise nach Deutschland sicher einer der Höhepunkte des Projektes. Am Baikalsee wird es dann noch einen Aufenthalt geben, um besonders auf die Beziehung des Menschen zum lebenswichtigen Element Wasser einzugehen. Der größte Trinkwasserspeicher der Erde ist aktuell bedroht durch die geplante Bewässerung Nordchinas und die Verlegung einer Gas- und Öl-pipeline mitten durch den See.