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Großer Jubel beim SB Chiemgau: Handballer sind Meister

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Zur Meistermannschaft des SBC Traunstein gehören, hinten, von links: Xaver Haider, Ralph Markon, Moritz Jürgens, Christian Stainer, Jonathan Levannier, Florian Czogalla, Ricardo Pitsch, Moritz Angerer, Trainer Martin Brunner; vorne, von links: Johannes Geuß, Florian Laufenböck, Corbinian Miller, Simon Wendl, Richard Engel, Moritz Schwabe, Andreas Brunner, Toni Ivankovic. Auf dem Bild, das übrigens bereits vor den ganzen Beschränkungen durch die Coronavirus-Krise entstanden ist, fehlen Benjamin Hromatko, Kai van Thiel, Markus Peter und Julian Karl. (Foto: Seidl)

Die Handballer des Sportbunds Chiemgau Traunstein sind Meister der Bezirksliga Staffel 2 und steigen damit in die Bezirksoberliga auf. Nachdem die Saison im März ausgesetzt wurde, entschied der Bayerische Handballverband nun, die Spielzeit abzubrechen.


Bei der Wertung folgte der BHV der Empfehlung des Deutschen Handballbunds (DHB), wonach die Tabellen nach der Quotientenregel berechnet werden. Dabei werden die erreichten Punkte durch die Anzahl der absolvierten Spiele geteilt und mit dem Faktor 100 multipliziert. Der SBC erreichte dadurch bei 29:7 Punkten aus 18 Spielen einen Quotienten von 161,1 und ist damit Meister.

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Hinter dem Sportbund folgen die HT München III (27:9 Punkte/150) und der TSV Brannenburg (25:11/138,9). Die Traunsteiner werden damit für eine starke Saison belohnt, auch wenn die Mannschaft den Titel gerne in den noch verbleibenden vier Begegnungen auf dem Feld geholt hätte. Trotz der Umstände ist die Freude groß bei den Chiemgauern, denn der Aufstieg in die Bezirksoberliga ist nach den gezeigten Leistungen hochverdient.

Dabei startete der SBC denkbar schlecht in die Spielzeit und verlor stark ersatzgeschwächt die ersten beiden Spiele auswärts relativ deutlich. Die Mannschaft zeigte aber Charakter und antwortete mit drei Siegen in Folge. Als der Sportbund dann am sechsten Spieltag beim Lokalrivalen TuS Traunreut verlor, betrug der Rückstand auf Tabellenführer HT München III schon sechs Punkte. Nach dieser Niederlage legte der SBC jedoch eine beeindruckende Serie von sieben Siegen in Folge hin. Dabei verbesserte sich das Team stetig in allen Mannschaftsteilen und kletterte so in der Tabelle Stück für Stück nach oben.

Nach dem überlegenen 29:20-Derbysieg gegen den TuS Prien zum Rückrundenauftakt folgte Anfang Februar das Spitzenspiel gegen die HT München III. Traunstein kassierte in der Schlusssekunde den Ausgleichstreffer und so blieb die HT weiter auf dem Platz an der Sonne. In der Folge ließ die Münchner Bayernliga-Reserve aber nochmals Federn, während sich Traunstein schadlos hielt. Mit vier weiteren deutlichen Siegen eroberte der SBC die Tabellenspitze und gab diese bis zum Abbruch nicht mehr her. Besonders erfreulich ist neben den guten Ergebnissen vor allem die Entwicklung der Mannschaft. Der Sportbund stellt die mit Abstand beste Abwehrreihe der Liga und auch im Angriff greifen die eingeübten Konzepte immer besser. Neben sehr viel Wurfkraft aus dem Rückraum überzeugten die Chiemgauer mit viel Tempo, sehenswerten Kombinationen und ihrem Spiel mit den Kreisläufern. Traunstein agierte im Laufe der Saison zum größten Teil sehr souverän und konnte neben der traditionellen Heimstärke auch auswärts konstant punkten. Dazu stimmte die Stimmung in der Kabine: Das Team präsentierte sich als »verschworener Haufen« und hat auch neben dem Spielfeld sehr viel Spaß.

Auf Traunsteiner Seite freut man sich nun, in der kommenden Spielzeit wieder in der höchsten oberbayerischen Spielklasse vertreten zu sein. Neben dem SB Chiemgau steigt aus der Bezirksliga 2 auch die HT München III auf. Weiterer Mitaufsteiger ist aus der Bezirksliga 1 der Vizemeister MTSV Schwabing, da der Erstplatzierte TSV München Ost II nicht aufsteigen darf. Absteiger gibt es dagegen keine, sodass nächste Saison 15 Teams in der Bezirksoberliga vertreten sind. Die meisten Gegner, die alle fast aus München und Umgebung stammen, sind dem Sportbund noch aus vergangenen BOL-Jahren bekannt. mbr