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Endlich ein Derbysieg für die SBC-Handballer

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Traunsteins Florian Laufenböck war vor allem in der zweiten Halbzeit eine wichtige Säule für den SBC im Derby gegen den TuS Prien. (Foto: Seidl)

Die Handballer des Sportbunds Chiemgau Traunstein haben im Heimspiel gegen den Rivalen TuS Prien einen knappen, aber verdienten 23:22-Heimerfolg geholt. Sie revanchierte sich damit auch für die bittere Hinrundenniederlage.


In einem spannenden Derby war der SBC von Beginn an hellwach und setzte Prien im Angriff – vor allem über Jonathan Levannier – unter Druck. In der 8. Minute gelangen Traunsteins Martin Stiritz zwei Treffer hintereinander zur 5:3-Führung. Diesen Vorsprung baute der SBC sogar auf 10:7 (25.) aus, als Andreas Brunner aus dem Rückraum einwarf. Doch Prien verkürzte vor der Pause durch schnelle Konter bis auf 12:11.

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In der ersten Hälfte war die SBC-Abwehr durchweg gut eingestellt und entschärfte – auch dank des sehr gut haltenden Torwarts Florian Czogalla – mehrere Würfe der Priener Angreifer. Die Gäste waren vor allem im Umschaltspiel immer sehr gefährlich und nutzten das Überzahlspiel konsequent.

Nach dem Wechsel erhöhte Moritz Angerer auf 13:11, doch Prien kam immer wieder zu schnellen und leichten Treffern, während der SBC im Angriff mehr und mehr investieren musste. Das Spiel war insgesamt fair, lebte aber von kleinen Nickligkeiten. Nach einer Zeitstrafe gegen Florian Laufenböck kam Prien zum 14:14-Ausgleich, doch dann scheiterten die Gäste beim Siebenmeter an SBC-Schlussmann Florian Czogalla.

Drei Treffer des Priener Linksaußens Stefan Ziegmann bedeuteten die 16:15-Führung für die Gäste. Nun war Prien am Drücker und lag bis zur 46. Spielminute immer mit einem Tor in Front, konnte den Vorsprung aber nie ausbauen, denn der SBC war kämpferisch stark.

Eine Bank für Traunstein in der zweiten Halbzeit war der glänzend aufgelegte bullige Kreisläufer des SBC, Florian Laufenböck, der einen Treffer nach dem anderen erzielte, immer wieder überragend freigespielt von Moritz Angerer. So lag der SBC in der 51. Minute wiederum mit 21:20 vorne.

Dann scheiterte der Priener Julian Lindner mit einem Strafwurf an Florian Czogalla, ehe Florian Laufenböck vom Kreis und Moritz Angerer aus dem Rückraum das vorentscheidende 23:21 herauswarfen. Obwohl noch über fünf Minuten zu spielen waren, hielt der SBC geschickt den Ball in den eigenen Reihen und so kam Prien lediglich noch zum Anschlusstreffer. Ein direkter Freiwurf in der letzten Sekunde verfehlte dann auch noch sein Ziel, sodass sich der SBC einen 23:22-Derbysieg sicherte.

Der Sieg war umso wichtiger, denn aufgrund einer Entscheidung des Bayerischen Handballverbands gibt es nun doch drei Absteiger aus der Bezirksliga – der SBC ist also noch nicht gerettet. Den dritten Abstiegsplatz nimmt aktuell der TuS Traunreut ein, der sein Heimspiel ebenfalls gewonnen hat. Bei zwei noch ausstehenden Partien bleibt es somit spannend, wer den ESV Freilassing und die SF Föching in die Bezirksklasse begleiten muss.

Mit dem Heimsieg des SBC hat Simon Krumscheid seine langjährige aktive Laufbahn aus beruflichen und privaten Gründen beendet. Das Traunsteiner Eigengewächs zählte immer zu den Stützen seines Teams. Mit Simon Krumscheid verliert der SBC einen engagierten Handballer – und hofft, dass sich Simon Krumscheid zu einem späteren Zeitpunkt wieder bei seinem Stammverein engagieren wird.

Für den SBC Traunstein spielten Florian Czogalla im Tor sowie Tony Ivankovic, Moritz Angerer (7 Treffer/1 Siebenmeter), Christian Stainer, Jonathan Levannier (4), Ralph Markon, Korbinian Miller, Johannes Fellner, Moritz Jürgens, Benjamin Hromadko, Martin Stiritz (4), Simon Krumscheid, Florian Laufenböck (6), Andreas Brunner (2). sn